Entschleunigung als guter Vorsatz

Heilpraktikerin Sabrina Pfützner
Heilpraktikerin Sabrina Pfützner

Das Leben vieler meiner Patienten ist geprägt von Hektik und Stress. Inzwischen ist Stress für viele Menschen zum Dauerthema geworden.

 

 

Stress ist im Grunde nichts anderes als eine Biochemische Reaktion des Körpers auf Gefahr. Diese Reaktion steckt schon in uns – also in den Menschen, seit unsere Vorfahren noch mit dem Säbelzahntiger kämpfen mussten. Zu dieser Zeit war diese Biochemische Reaktion, die eine Ausschüttung von Hormonen zur Folge hatte, überlebenswichtig. 

Zu diesen Zeiten hieß es noch im wahrsten Sinne des Wortes: Friss oder Stirb!

Wer nicht schnell genug war, wurde zum Opfer… Dank der Ausschüttung von Stress-Hormonen war eine blitzschnelle Reaktion möglich. Gefahren wurden erkannt und der Körper war blitzschnell zu Höchstleistungen in der Lage.

 
Es hieß: Angriff oder Flucht!

Stress war damals also noch eine sehr nützliche Eigenschaft. 

 

Was ist heute daraus geworden?

Heute wird Stress durch andere Dinge ausgelöst und bei den meisten Menschen zum Dauer”brenner”.

 

Stressauslöser heute:

  • eine wahre Flut an täglichem Input (E-Mails, Messenger-Nachrichten, Telefon…. )
  • Zeit- und Termindruck
  • ständige Verfügbarkeit
  • finanzielle Belastungen
  • Perfektionismus
  • Konflikte
  • Traumata
  • zu viel Kaffee
  • selbst überfüllte Verkehrsmittel lösen Stress aus
  • Beziehungsstress
  • globale Vernetzung
  • permanente Verfügbarkeit von Medienberichten

 

Als Ergebnis entstehen oft Ängste und Panik – auch das sind Stressoren – die mitunter sogar chronisch da sind und so permanent wirken.

 

  • … und es gibt sicher noch viele weitere, ganz individuelle Auslöser

 

Auch rein körperliche Auslöser können zum Stressor werden wie zum Beispiel ein heftiger Husten oder eine chronische Erkrankung.

 

So wundert es nicht, dass viele meiner Patienten heute völlig gestresst sind, denn wer kann sich diesen Auslösern heute schon noch entziehen?

 

Warum Stress zum Problem wird

Sofern die Biochemische Reaktion auf eine Gefahr normal “bearbeitet” werden kann und im Anschluss an die Ausschüttung von Stresshormonen eine Abarbeitung dieser erfolgt, ist “Stress” kein Problem. 

 

Die Entscheidung unserer Vorfahren hieß damals also ” Flucht oder Kampf”. Durch die Körperliche Bewegung, die zwangsläufig auf diese Entscheidung folgte, wurden die Stresshormone abgebaut (sofern man nicht selbst zum Opfer wurde, dieses Endergebnis steht bei uns heute zum Glück nicht mehr am Ende einer Stressreaktion… doch die Bewegung zum Abarbeiten der ausgeschütteten Hormone fehlt leider auch.

 

Denn was tun wir?

Wir flüchten höchstens vom Schreibtisch in die Kaffeeküche oder ins Büro der Kollegin…

 

Stressabbau – Fehlanzeige

Um Stress abzubauen gibt es NUR ZWEI WEGE:

Bewegung oder Tiefenentspannung

Nur über diese beiden Wege kann Stress abgebaut werden. Das heißt also: Wenn Sie sich aufregen, ärgern, hoffnungslos überlastet sind etc. wäre eine Extraeinheit Sport ratsam… oder eine Meditationseinheit. Beides ist aber nur in den seltensten Fällen möglich.

Oft fehlt ja sogar bereits die Zeit um nur mal in Ruhe durchzuatmen… ! Denn auch das wäre schon hilfreich.

 

Die Endlosschleife

Wenn die Stresshormone Tango tanzen… 

 

Sie wissen nun, dass das Stresshormonsystem im Grunde wichtig ist, ABER nur dann, wenn die Hormonlage generell im Gleichgewicht bleibt oder wieder ins Gleichgewicht gerückt wird.

 

Reden wir mal über das Cortisol:

 

Cortisol ist das Hormon, was uns fit und energetisch durch den Tag bringen kann und sollte. Wird Cortisol ausgeschüttet, werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ebenfalls freigesetzt.

 

Ist unser Lebensstil augeglichen, regulieren sich die Hormone wieder und wir können uns entspannen. Sind wir permanent im Stress, schüttet der Körper permanent Stresshormone aus, die nicht mehr abgebaut werden können.

 

Die Folgen sind: 

  • erhöhter Puls
  • erhöhter Blutdruck
  • die Kapazität der Atmung verbessert sich, die Sinne sind geschärft und die Muskulatur wird besser durchblutet
  • das Adrenalin sorgt für die Bereitstellung der entsprechend notwendigen Energiereserven

 

Jetzt hat man die optimalen Voraussetzungen für Kampf oder Flucht – wir nutzen sie nur nicht, da wir nicht mehr vor dem oben bereits erwähnten Säbelzahntiger stehen.

 

Die ganze Mobilisierung der Kräfte läuft somit ins Leere!

 

Werden die Stresshormone nun nicht abgebaut, bleibt der Stresspegel erhalten und man gerät in einen Dauerstresszustand. Cortisol wird weiterhin ausgeschüttet und die Folgen davon sind spürbar.

 

An einen erholsamen Nachtschlaf ist nicht mehr zu denken, die Regeneration bleibt auf der Strecke.

 

Erste Anzeichen für chronischen Stress können sein:

  • trockener Mund
  • verspannte Kiefermuskulatur
  • Tinnitus
  • ständiges Grübel
  • schlechter Schlaf
  • Auffällige Gewichtsveränderungen
  • Heißhunger
  • Sodbrennen oder Magenschmerzen
  • Rückenschmerzen

 

Vorsätze für das neue Jahr

Wie wäre es, wenn Sie sich für das neue Jahr mal ein paar Dinge vornehmen, die Ihnen dauerhaft die Gesundheit erhalten können?

 

Fangen Sie doch mit kleinen Dingen an:

 

  • öfter mal kräftig durchatmen
  • zu Fuß gehen als mit dem Auto zu fahren
  • täglich ein bisschen Zeit für sich selbst einplanen
  • weniger Kaffee

Die wirklich wichtigen Ziele für 2021:

  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
  • regelmäßiges Ausdauer- oder Fitnesstraining
  • tägliche Meditations- oder Entspannungsübungen
  • weniger Perfektionismus, auch mal was liegen lassen können
  • weniger Ehrgeiz, mehr Freude
  • den Mut zu haben, wieder mehr NEIN zu sagen

 

Auf einen Großteil meiner Patienten treffen einige, mehrere, wenn nicht sogar alle Punkte zu….

Gehören auch Sie dazu ?

Gern berate ich Sie umfassend zum Thema Stress und begleite ich Sie auf Ihrem Weg in die Entschleunigung.

Rufen Sie mich gern unverbindlich an

Telefon: 030 - 81 03 49 89

oder schreiben Sie mir eine E-Mail

Mögliche Diagnostik bzw. Untersuchungen bezüglich Prävention

 

  • Stresslevel testen (Herzratenvariabilität)
  • Stresshormone testen (Labor oder Vieva-Analyse (siehe: Vieva)
  • Diagnostik: KPU, Nebennierenerschöpfung, Nebennierenschwäche
  • Vitalstoffe messen (Labor oder Vitalstoffanalyse)
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