chronische Erkrankungen im Bewegungsapparat

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Eine chronisch entzündliche Erkrankung beginnt meist dann, wenn das Immunsystem zum Feind des eigenen Körpers wird.


Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, springt das körpereigene Immunsystem an. Um den Ausbruch einer akuten Erkrankung zu verhindern, sollten die Erreger möglichst schnell unschädlich gemacht werden. Dazu werden die entsprechenden Abwehrzellen aktiviert.

Wenn da Immunsystem jedoch nicht mehr zwischen GUT und BÖSE unterscheiden kann, reagieren die Abwehrzellen über und greifen Organe, Haut, Knochen und / oder auch die Nervenzellen an. Dadurch wird gesundes Gewebe geschädigt oder zerstört und es entsteht eine chronische Entzündung an der jeweiligen Stelle.

 

Dies kann der Beginn einer schweren, chronischen, entzündlich bedingten Störung sein!

 

Der allgemeine Begriff dafür ist: Autoimmunerkrankung.

Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich also um eine chronische, entzündungsbedingte Erkrankung.

Zu diesen chronisch entzündlichen Erkrankungen gehören unter anderem:

  • rheumatioide Arthritis
  • Arthrose
  • Fibromyalgie
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulzerosa
  • Multiple Sklerose
  • Reizdarm
  • Reizblase
  • entzündungsbedingte Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis…)
  • auch Krebs wächst auf dem Milieu von Entzündungen

 

Akute Entzündungen

Die Symptome einer akuten Entzündung lassen sich schnell ausmachen.

Wenn man sich irgendwo verletzt hat kann man dies meist gut beobachten. Es entsteht eine Entzündung mit Rötung, Schwellung, Hitze, Schmerz und oft auch einer gestörten Funktion des verletzten Körperteils. Je schlimmer die Entzündung ist, desto schlimmer sind die Beschwerden und es kommen ggf. auch noch Schweiß, Fieber und ein richtiges Krankheitsgefühl dazu. Im akuten Fall ist eine Entzündung eine sinnvolle Reaktion des Körpers. Ist die Entzündung chronisch, wird sie zur Krankheit und verliert den eigentlichen Sinn für den Organismus.

 

Chronische Entzündungen erkennen

Bei einer chronischen Entzündung fehlen in der Regel die akuten Entzündungszeichen.

Die Entzündung entsteht schleichend und geht oft fast unbemerkt von statten. Mitunter dauert es sogar recht lange, bis die ersten Symptome auftreten.

 

Oft fallen im Blutbild dann erhöhte Entzündungswerte auf – die wichtigsten Marker sind hier das C-reaktive Protein (CRP), die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sind diese Werte bei Ihnen zu hoch, gibt es irgendwo eine Entzündung.

Für die Erhöhung einzelner Werte kann es auch andere Erklärungen geben, z.B.: können die Leukozyten auch während der Schwangerschaft oder auch bei Stress und körperlicher Belastung erhöht sein.

 

In der Stuhlanalyse sind es Marker wie PMN-Elastase, Calprotektin, Lactoferrin und Lysozym, die auf eine Entzündung im Darm hinweisen.

 

Ursache chronischer Entzündungen 

Bei der chronischen Entzündung ist das Immunsystem, welches zu 80% im Darm sitzt, immer beteiligt.

 

Aktiviert, blockiert oder geschwächt wird unser Immunsystem meiner Ansicht nach durch Auslöser wie:

  • Viren
  • Bakterien
  • Pilze
  • Umwelteinflüsse
  • durch eine Anhäufung von Toxinen
  • durch Schadstoffe
  • oder durch andere äußerliche oder innere Reize

 

An welchem Ort sich eine chronische Entzündung im Körper manifestiert oder dann später auch zeigt, ob sie lokal bleibt oder sich im ganzen Körper (systemisch) ausbreitet, chronisch wird und letztendlich den ganzen Organismus in Mitleidenschaft zieht, hängt vom Auslöser, von der Veranlagung, dem Körpermilieu, also auch der Zusammensetzung der Körper“säfte“ (Blut, Lymphe, Speichel, Urin) und der jeweiligen Gewebe (fibröse und seröse Gewebe wie Muskeln, Sehnen, Bindegewebe, Faszien) und der Funktionalität des Immunsystems eines jeden Patienten ab.

 

Chronische Entzündungen behandeln

Meiner Erfahrung nach sollten chronische Entzündungen immer ganzheitlich betrachtet und behandelt werden.

Es ist nie “die eine Sache” die zu einer chronischen Entzündung führt. In der Regel spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die es zu identifizieren und zu beheben gilt. 

Hier ist immer die Mithilfe des Patienten gefragt. Sei es, wenn es um die Umstellung bzw. Anpassung der Ernährung geht oder um die Reduzierung von Stress. Diese Dinge kann kein Therepeut oder Artzt für Sie tun!

Was ich für Sie tun kann

Nach gründlicher Anamnese, Diagnostik und Auswertung aller Unterlagen erhalten Sie einen schriftlichen Therapieplan, der folgende Therapieansätze umfassen kann:

  • Verordnung der in Ihrem Fall notwendigen, individuell passenden, naturheilkundlichen Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel
  • Empfehlung von entzündungshemmenden Maßnahmen
  • Anpassung der Ernährung
  • ggf. Behandlung von Dysbiose und Leaky gut
  • Empfehlungen zur Stärkung des Immunsystems
  • Strategien zum Zeit- und Stressmanagement
  • Empfehlung von Maßnahmen zur gesunden Lebensführung

 

  • weitere oder ergänzende Laboranalysen
  • in Auftrag geben von Stuhl- oder Urinanalysen
  • Vitalstoffanalyse inkl. Stressbelastung, Herzratenvariabiitätsmessung und vielen weiteren Parametern direkt in meiner Praxis 

Wenn Sie jetzt denken, dass ich auch die passende Therapeutin für Ihre Beschwerden bin, dann vereinbaren Sie doch am Besten gleich ein kostenloses Vorgespräch.

Chronische Erkrankungen im Bewegungsapparat:

Der Begriff rheumatische Erkrankungen ist ein Oberbegriff, der viele Krankheitsbilder des Bewegungsapparates zusammenfasst.
Die meisten davon gehören zu den entzündlichen Erkrankungen.

 

Die häufigsten rheumatischen Erkrankungen sind:

  • rheumatioide Arthritis (auch als chronische Polyarthritis bezeichnet)
  • Artritis bei Stoffwechselerkrankungen (Gicht)
  • Gelenkentzündungen bei gleichzeitigem Bestehen einer Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis)
  • Weichteilrheumatische Erkrankungen (Fibromyalgie)
  • entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen oder Kollagenosen (z.B. Lupus erythematodes
  • Entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen/Spondylarthritiden (z.B. Morbus Bechterew)
  • die nicht entzündliche, degenerative Arthrose (Gelenkverschleiß)

 

mehr zum Thema:  Rheumatische Erkrankungen

Bei der Arthrose handelt es sich um einen mechanichen Gelenkverschleis. Die Arhtrhose wird in der Schulmedizin in die primäre und die sekundäre Arthrose unterteilt.

Die primäre Arthrose entsteht hauptsächlich durch die genetische Vererbung.

 

Die sekundäre Arthrose entsteht durch äußere Einflüsse wie: Mangelernährung, Verletzungen, Fehlbelastungen, Überlastungen.

 

mehr zum Thema: Arthrose

Die Arthritis ist eine entzündliche Zerstörung des Gelenks, wobei zwischen der bakteriellen bzw. infektiösen Arthritis und der chronischen Polyarthritis unterschieden wird. 

Die chronische Form wird im Volksmund als Rheuma bezeichnet.

 

Als Ursache gilt im Allgemeinen ein Autoimmungeschehen.

 

mehr zum Thema: Rheumatoider Arthritis (Rheuma)

Die meisten Betroffenen klagen über chronische Schmerzen, die förmlich den ganzen Körper betreffen..

 

Die Symptome dieser Erkrankung sind sehr vielfältig. 

 

mehr zum Thema: Fibromyalgie

Bei der Gicht handelt es sich um einen stoffwechelbedingten Rheumatismus. Die Störung liegt im Purinstoffwechsel.

 

Durch diese Stoffwechselstörung erhöht sich der Harnsäurestoff im Blut. Die überschüssige Harnsäure kann nicht über die Nieren ausgeschieden werden und lagert sich in den Gelenken, Organen und Geweben ab.

 

mehr zum Thema: Gicht

Die Gesundheit ist zwar nicht alles,
aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
(Arthur Schopenhauer)