Neurodermitis

Neurodermitis

Bei der Neurodermitis handelt es sich um endogenes Ekzem, in der Fachliteratur auch bezeichnet als atopisches Ekzem, atopische Dermatitis, chronische oder chronisch rezidivierende atopische Dermatitis (Pschyrembel)

Viele verschiedene Namen für eine chronisch entzündliche Hauterkrankung.

Die Neurodermitis zählt zu den Autoimmunerkrankungen und ist gekennzeichnet durch einen schleichenden Beginn und einen schubartigen Verlauf.

 

Die Haut bei der Neurodermitis ist extrem trocken und somit kann die Hautbarriere ihre natürliche Aufgabe – der Schutz vor Einflüssen von außen – nicht mehr nachkommen. 

 

Die gesunde Haut besteht normalerweise aus übereinander geschichteten Hornzellen, die durch Lipide (Fette) zusammengehalten werden. Bei der Neurodermitis liegt genau hier die Störung. Diese benötigten Fette können nicht mehr in ausreichendem Maße produziert werden. Dadurch wird auch die Feuchtigkeit in der Haut reduziert, da die Fettstoffe die natürliche Feuchtigkeit in der Haut halten.

 

Die verminderte Produktion der Lipide führt also auch zu einem erhöhten Verlust an Feuchtigkeit und trägt so zur weiteren Austrocknung der Haut bei.

Was versteht man unter einer Atopie?

Unter einer atopischen Erkrankung versteht man eine übermäßige Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Substanzen aus der natürlichen Umgebung, wie Pollen, Hausstaub und z.B. auch gegen Nahrungsmittel.

 

Ob, und wie heftig die Erkrankung ausbricht, ist aber in entscheidendem Maße von psychischen und umweltbedingten Faktoren, wie z.B. Infektionen, Stress, mechanische Reizung der Haut durch Kleidungsstücke oder dem Aufenthalt in bestimmten Klimazonen abhängig.


Auch die familiäre Belastung spielt bei der Erkrankung eine Rolle.

Beginn der Erkrankung

Oft liegt der Beginn schon im frühen Kindesalter und äußert sich durch Juckreiz, Rötung, Schuppung der Haut, Nässen und Krustenbildung, v. a. an den Wangen; später trocknen die nässenden Stellen aus und es bildet sich Milchschorf.

 


Häufig bildet sich diese Form von alleine zurück. Der Juckreiz ist für Kinder besonders schlimm und führt u. a. zu Schlafstörungen. Darunter leidet die ganze Familie und die psychische Belastung für das Kind verschärft sich. Dies begünstigt wiederum eine Verschlechterung der Krankheit, der Teufelskreis schließt sich. Es besteht immer die Möglichkeit einer grundsätzlichen Verbesserung oder der Verschlimmerung des Krankheitsbildes in Abhängigkeit von äußeren Faktoren.

 

Zu Komplikationen kommt es, wenn die aufgekratzten Stellen sich durch Viren, Bakterien oder Pilzen entzünden.

Betroffene Areale

  • Gelenkbeugen
  • Gesicht
  • Hals
  • Nacken
  • Schultern
  • Brust

An diesen bevorzugten Stellen, zeigt sich die Neurodermitis oft zu Begin in Form von juckenden Knötchen mit Krustenbildung und ekzemartigen rötlich-schuppigen Hautveränderungen.

Symptome der Haut:
  • Quälender Juckreiz, besonders nachts
  • glanzlose, trockene Haut (durch Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen)  
  • grobes Oberflächenrelief  (in 50% der Fälle vererbte Verhornungsstörung –Fischschuppenhaut)
  • eventuell diffuser Haarausfall;
  • weißer Dermographismus (Hautzeichen, bei dem z.B. durch Schaben auf der Haut mit einem einem spitzen Gegenstand weiße, länger sichtbare Streifen entstehen, wobei dieses Zeichen nicht nur bei der Neurodermitis auftreten kann)
Sonstige Symptome
  • durch ständiges Kratzen sehr häufig überstrapaziert, daher abgenutzt und glänzend
  • Augenbrauen sind ebenfalls nicht selten ziemlich abgerieben

Ein Teil der Patienten leidet zusätzlich unter anderen atopischen Krankheiten, wie allergischem Asthma bronchiale und Heuschnupfen eventuell auch mit häufigen Bindehautentzündungen und asthmatischen Hustenanfällen.

Beeinflussende Faktoren:

  • psychische Faktoren, wie z.B. Stress auch kurzfristiger Stress kann als Auslöser dienen
  • Umweltfaktoren, auch harmlose Allergene und Luftverschmutzung  beeinflussen die Erkrankunng
  • akute Infekte können die Krankheit maßgeblich verschlechtern
  • klimatische Einflüsse können ebenfalls zur Verschlechterung (Hitze, Kälte, extreme Wetterumschwünge) beitragen
  • Reaktionen auf Inhaltsstoffe in  Waschmitteln und Kosmetika 

 

Die Neurodermitishaut reagiert in erhöhtem Maße auf INNERE und ÄUßERE FAKTOREN.  Die Patienten sind häufig besonders empfindlich und sensibel, was sich bereits bei den kleinsten Patienten bemerkbar macht!

Ursachen

Aus meiner Sicht gibt es nicht DIE EINE URSACHE bei einer Neurodermitis. Es ist wie bei vielen chronischen Erkrankungen das Zusammentreffen verschiedener, den Körper schwächenden oder negativ beeinflussender Faktoren. Auch bereits im Kindesalter spielt nicht nur die Vererbung der “Schwachstelle” bezüglich der Empfindlichkeit der Haut, sondern auch schon stressende Faktoren von Innen und Außen eine Rolle. 

 

Nennen möchte ich hier vor allem:

  • Stress
  • Überforderung, Überlastung, Hochsensibilität
  • Medikamente
  • Schwermetalle
  • Umweltgiftte
  • andere Toxine
  • Schwächung der entgiftenden Organe
  • Mangel an Verdauungssäften
  • unangepasste Ernährung
  • häufige Infekte
  • schwaches Immunsystem
  • übersäuertes Körpergewebe
  • Fettstoffwechselstörungen

Behandlung

In der schulmedizinischen Behandlung wird häufig nur das Symptom auf der Haut behandelt.

Der ganzheitliche Behandlungsansatz

Ziel ist es erst einmal, die Entzündungen im Körper zu verringern. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen

 

  • Vitalstoffmängel feststellen und beheben
  • Entsäuerung des Körpergewebes
  • angepasste Hautpflege
  • Gesunde Lebensweise
  • ausreichend Schlaf
  • regelmäßige Bewegung
  • Stress reduzieren
  • genügend Sonnenlicht
  • Gewicht reduzieren 
  • Ernährungsanpassung / Ernährungsumstellung
    • überwiegend basische Ernährung mit antioxidativen Vitalstoffen 
    • gesunde Fette und Öle
    • Trinken von reinem, gutem Quellwasser ohne Kohlensäure
  •  
Entzündungsfördernde Lebensmittel meiden!
  • Industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Konserven
  • Zusatzstoffe und Konservierungsmittel
  • Milchprodukte (ersatzweise sind hier Mandelmilch, Nussmilch, Reismilch und andere Pflanzliche Produkte zu empfehlen)
  • Fettzufuhr strikt reduzieren – insbesondere tierische Fette
  • glutenhaltige Lebensmittel
  • Fleisch und Innereien (alle Sorten
  • Zucker
  • Keine hoch-linolsäurehaltigen Öle wie Sonnenblumen- oder Distelöl (Linolsäure „unterdrückt“ die gesunden Omega-3-Fette)

Was ich tun kann

  • Verordnung der entsprechenden, individuell passenden, naturheilkundlichen Arzneimittel
  • Anpassung der Ernährung (allagstauglich und individuell, ggf. Empfehlung einer kurz- oder längerfristigen speziellen Ernähruungsform)
  • Kontrolle von Vitalstoffen und Behebung von Mangelzuständen / Vitalstoffanalyse
  • Entzündungshemmende Maßnahmen
  • Entsäuerung der Körpergewebe
  • Entgiftung
  • Analyse der Darmfunktion
  • Behandlung von Dysbiose und  Leaky gut und somit Stärkung des Immunsystems
  • Behebung hormoneller Schieflagen
  • Kontrolle von Blutwerten
  • Bewegung
  • Stressmanagement
  • Präventionsmaßnahmen

Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Weiterführende Informationen zu den Hauterkrankungen bzw. zur Neurodermitis finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.