Hypothyreose – Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann verschiedene Ursachen haben, man unterscheidet zwischen der angeborenen und der erworbenen Form

 

Einteilung nach dem Ort der Störung

 

Primäre Hypothyreose 

Als primäre Hypothyreose bezeichnet man die „echte“ Schilddrüsenunterfunktion. Hier ist die Funktion der Schilddrüse selbst gestört.

Die primäre Hypothyreose wird nochmals unterschieden:

  • in eine manifeste Form  = Erniedrigung der peripheren Schilddrüsenhormone und darauf zurückgehende TSH-Erhöhung
  • in eine latente Form  = isolierte TSH-Erhöhung bei (noch) normalen Werten der Schilddrüsenhormone unterteilt

 

Sekundäere Hypothyreose

Als sekundäre Hypothyreose bezeichnet man die Erkrankung, wenn z.B. das der Schilddrüse übergeornete Organ – die Hypophyse – gestört ist. Hierbei kommt es zu einer mangelnden Anregung der Schilddrüse durch eine reduzierte TSH-Ausschüttung  (TSH = Thyreoidea-stimulierendes Hormon (auch Thyreotroponin genannt))

Bei einer sekundären Hypothyreose wird ebenfalls noch einmal unterschieden in partielle und komplette Hypothyreose.

Bei der partiellen Hypothyreose liegt der TSH-Wert noch im Normbereich, während die freien Schilddrüsenhormone erniedrigt oder im unteren Bereich der Referenz liegen.

Bei der kompletten Hypothyreose sind die freien Werte UND der TSH erniedrigt.

 

Tertiäre Hypothyreose

Alle anderen Formen der Hypothyreose (tertiäre Hypothyreose) treten nur sehr selten auf.

 

Unterscheidung nach Symptomatik

Nach der Symptomatik unterscheidet man das Auftreten einer Hypothyreose in:

  • die latente, subklinische bzw. asymptomatische Hypothyreose
    • tritt klinisch noch nicht in Erscheiung
    • fT3 und fT4 liegen noch im Norbereich, TSH ist erhöht
  • und die manifestierte Hypothyreose
    • hier treten bereits Symptome auf, der Patient fühlt sich beeinträchtigt

 

Die erworbene Form

  • Die erworbene Hypothyreose bei Erwachsenen ist in den  meisten Fällen autoimmun bedingt. Die Hashimoto  Thyreoiditis ist eine der häufigsten Ursache hierfür.

  • Auch iatrogen (Iatrogen. von griechisch: iatros – Arzt, Englisch: iatrogenic. = Iatrogen bedeutet „durch einen Arzt verursacht“) kann es zur Hypothyreose kommen. Hier sind vor allem Schilddrüsenoperationen oder Radiojodtherapie als Ursachen zu nennen. Auch Medikamente wie beispielsweise Thyreostatika, Zytokine aber auch Amiodaron (zur Behandlung von zahlreichen Herzrhythmusstörungen) können zu einer Hypothyreose führen.

  • weiterhin können ein extremer Jod- oder Selenmangel eine Hypothyreose zur Folge haben

 

Typische Symptome sind:

  • Extreme Müdigkeit, Schwäche, übermäßig schnelle Erschöpfung
  • Neigung zu depressiven Verstimmungen
  • Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen
  • Kopfschmerzen / auch Migräne
  • Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit
  • schnelles Frieren, Untertemperatur
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfungsneigung
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Kühle, trockene Haut
  • Schwellungen im Gesicht, geschwollene Zunge und Augenpartien
  • glanzloses, stumpfea Haar, auch Haarausfall
  • Gewichtszunahme

Was ich tun kann

Bei Erkrankungen der Schilddrüse:

  • Überprüfung der Funktion weiterer körpereigener Hormonsysteme, die im Zusammenhang stehen und ebenfalls gestört sein können (Nebennieren, Sexualhoromen, Leber…)
  • Anpassung der Ernährung
  • Messen der Vitalstoffe und Ausgleich von Mängeln
  • Entzündungshemmung
  • Überprüfung des darmassoziierten Immunsystems
  • Schilddrüsenmassage
  • Schilddrüsenöl
  • Lebensführung – Stress- und Zeitmanagement

 

Gerade hormonelle Störungen stehen oft im Zusammenhang und sollten ganzheitlich betrachtet werden.

Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Weiterführende Informationen zu den Schilddrüsenerkrankungen oder zur Hypothyreose finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.