Gicht

Gicht ist eine heute relativ häufig auftretende Erkrankung, wenn auch nicht immer gleich eine Gicht diagnostiziert wird bzw. diagnostiziert werden kann.

Es handelt sich um eine (Purin-)Stoffwechselerkrankung, die in der Regel in Schüben auftritt.

 

Die Ursachen der Gicht:

Die Ursache für die Erkrankung sind Ablagerungen von Harnkristallen, die während des Stoffwechsels anfallen und nicht „ordnungsgemäß“ abgebaut werden können. 

Die Harnsäuren können sich im Prinzip überall ablagern, vor allem jedoch in den peripheren Gelenken und Geweben. Diese Ablagerungen führen dann in der Folge zu gelenknahen Knochenresorptionen (Abbau von Knochengewebe und Freisetzen von Mineralien) und Knorpelveränderungen (Gichtarthritis). Langfristige Schäden an der Niere als ausscheidendes Organ der Harnsäure sind nicht auszuschließen.
Bei Ablagerungen in der Niere, bilden sich Nierensteine.

In der Regel besteht eine ererbte Veranlagung für diese Erkrankung. Zum letztendlichen Ausbruch braucht es jedoch immer einen oder mehrere Auslöser. Bei der Gicht spielt in der Regel die Ernährung eine große Rolle, so dass ein akuter Gichtanfall völlig überraschend nach einem heftigen Trinkgelage oder eine Grillparty auftreten kann, Stress ist ein regelrechter Verstärker.

Dies kann man mit einem Fass vergleichen, was im Laufe des Lebens gefüllt wird und wo beim Ausbruch der Erkrankung der letze Tropfen eben dieses Fass zum überlaufen gebracht hat. 

 

Verlauf der Erkrankung

Somit verläuft die Gicht in der Regel chronisch mit sehr schmerzhaften, akuten Schüben. Es handelt sich hier um eine entzündliche Reaktion auf die abgelagerten Harnsäurekristalle.

Die akuten Entzündungen werden in der Schulmedizin lokalregional unterschiedlich bezeichnet. Die Lokalisation spielt bei der naturheilkundlichen Behandlung allerdings nur eine eher untergeordnete Rolle, da hier immer ganzheitlich behandelt wird. Es geht also generell um die Entzündungsneigung und die Problematik mit der Harnsäure.

Die erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut bezeichnet man als Hyperurikämie. 
Die Ursachen für die Erhöhung sind entweder ein gestörter Abtransport oder eine vermehrte Produktion von Harnsäure.

Die chronische Gicht kann jedoch auch zu Symptomen führen, die nicht unbedingt gleich mit der Gicht als Erkrankung in Verbindung gebracht werden. 

 

Aus semiotischer Sicht

(Lehre der Krankheitszeichen), können vielerlei sehr allgemeine  Vorboten oder Begleitsymptome auftreten, wie z.B.:

    • Reizbarkeit
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Magenschmerzen
    • Sodbrennen
    • Druck und Völlegefühl
    • Hämorrhoiden
    • Trübung des Urins

Nach kurzem oder längerem Bestehen dieser Vorboten kündigt sich dann oft der erste Gichtanfall an. In der Überwiegenden Mehrzahl der Fälle geschieht dies nachts. Der Patient erwacht mit heftigsten, bohrend-brennenden Schmerzen im betroffenen Gelenk (=kristallinduzierte Synovitis) – meist äußern sich die Beschwerrden jedoch im Großzehengelenk (Podagra).

Mit jedem erneuten Anfall verschlechtert sich das Allgemeinbefinden und die Anfälle treten unbehandelt immer häufiger auf.

 

Die atypische Gicht

Atypisch kann sich die Gicht z.B. auch in folgenden Organen zeigen:

    • Kopf (z.B. Migräne)
    • Herz
    • Magen-Darmtrakt

Eine offensichtliche chronische Verlaufsform der Gicht kommt heute nicht mehr so häufig vor. Hier finden sich die Harnsäureablagerungen  als Gichttophi in den Rändern der Ohrmuschel, in der Großzehe, Ferse, Ellbogenknochen, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln, aber auch im Knochengewebe. Öfter findet man die Gicht jedoch in Form von Nierensteinen, woraus sich dann Entzündungen der Niere entwickeln, im Extremfall kann es zum Nierenversagen kommen. Aber auch bei einer chronischen Migräne lohnt sich ein Blick in Richtung der gichtigen Erkrankung.

Der Verlauf der Erkrankung kann durch die Ernährung deutlich beeinflusst werden.

 

Die Vier Stadien der Gicht:

  • Stadium: Hyperuriämie – also erhöhte Harnsäure aber ohne Anzeichen von Ablagerungen in den Geweben
  • Stadium: mikroskopsicher und bildgebender Nachweis von Urinkristallablagerungen 
  • Stadium: Uratkristallblagerungen mit chronischen Symptomen und akuten Schüben der Gicht (Gichtanfälle)
  • fortgeschrittene Gicht

Was ich für Sie tun kann

    • Verordnung der entsprechenden, individuell passenden, naturheilkundlichen Arzneimittel
    • Anpassung der Ernährung (allagstauglich und individuell, ggf. Empfehlung einer kurz- oder längerfristigen speziellen Ernähruungsform)
    • Kontrolle von Vitalstoffen und Behebung von Mangelzuständen
    • Hemmung von Entzündungen
    • Entsäuerung der Körpergewebe
    • Entgiftung
    • Behandlung von Dysbiose und Leaky gut und somit Stärkung des Immunsystems
    • Behebung hormoneller Schieflagen
    • Kontrolle von Blutwerten
    • Bewegung
    • Stressmanagement
    • Präventionsmaßnahmen

 

Sie erhalten einen umfassenden und ganzheitlichen Therapieplan. 

 

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Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Weiterführende Informationen zu den rheumatischen Erkrankungen oder zur Gicht finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.