Colitis ulzerosa

Colitis ulzerosa

Bei der Colitis ulzerosa beginnt die Erkrankung in den meisten Fällen im Rektum und breitet sich dann in den Dickdarm aus (von distal nach proximal).


Betroffen sind hier nur die obersten Schichten der Darmwand (Mukosa und Submukosa).

 

Die Ursachen 

Die Ursachen der Colitis sind noch nicht geklärt. In der Diskussion sind:

  • Autoimmune Prozesse
  • genetische Disposition
  • Ernährung
  • psychische Faktoren (Stressbelastung)
  • … oder eine Mischung aus den oben stehenden Ursachen 

 

Ablauf der Erkrankung:

  • zuerst werden die T-Lymphozyten in der Darmwand (in der Regel durch unbekannte Faktoren) aktiviert
  • Im Anschluss daran werden biochemische Substanzen, die eine Entzündungsreaktion einleiten aktiviert oder weiter unterhalten
    • Histamin
    • Serotonin
    • Zytonkine
    • Prostaglandine
    • Leukotriene
    • Heparin

Durch die Ausschüttung oder Bildung von Entzündungsmediatoren werden die Wände der kleinen Blutgefäße durchlässiger, sodass Abwehrzellen leichter in das betroffene Gewebe eindringen können.

  • Im Anschluss kommt es zur Schädigung des Gewebes mit Bildung von Geschwüren

 

Stadien

Unterschieden wird hier das frische und das chronische Stadium. 

  • im frischen Stadium kommt es zur entzündlich geröteten Schleimhaut und zu Kontaktblutungen, wobei noch keine Geschwüre entstanden sind und bei der Rektoskopie noch keine Fibrinauflagerungen sichtbar sind.
  • Die Entzündung ist auf die Mukosa und Submukosa begrenzt
  • im chronischen Stadium kommt es zur Bildung von Geschwüren und zur Zerstörung der Schleimhaut
  • Mitunter auch zur Bildung von so genannten Pseudopolypen (aus Schleimhautarealen)
  • Die Schleimhaut verkümmert regelrecht, es kommt zum Verlust von Zellen und die Erkrankung beeinträchtigt den Gesundheitszustand des Patienten sehr stark. 
  • Im weiteren Verlauf kann es zur Tumorbildung kommen.
 
Breitet sich die Colitis über den gesamten Dickdarm aus, spricht man von der Pancolitis.

Symptome:

  • Leitsymptom der Colitis ulzerosa sind blutig-schleimige Durchfälle, die sowohl in Abhängingkeit von der Nahrung als auch nachts auftreten können.
  • zusätzlich leiden die Patienten unter starken, meist krampfartigen Bauchschmerzen
  • auch Fieber kann auftreten

 

Die Erkrankung kann sich schubweise äußern und kann in Schweregrade eingeteilt werden:

Grad 1
  • bis zu 5 blutige Durchfälle am Tag
  • kein Fieber
  • das Allgemeinbefinden ist garnicht bis nur sehr wenig beeinträchtigt

Grad 2
  • bis zu 8 blutige Durchfälle
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Auftreten von leichtem Fieber oder bei chronischem Verlauf von wiederkehrenden Fieberschüben

 

Grad 3
  • 8 und mehr blutig-schleimige Durchfälle pro Tag
  • hohes Fieber
  • Druckschmerzhaftigkeit im Bauchraum (Abdomen)
  • schneller Herzsschlag (Tachykardie)
  • schlechtes Allgemeinbefinden

Häufige Begleiterkrankungen:

Erkrankungen der Haut
  • Aphten der Mundschleimhaut, Erythema nodosa (Bildung von entzündlichen, roten Knötchen meist auf der Vorderseite des Schienbeins, Gangrän
Erkrankungen der Augen:
  • Entzündungen der mittleren Augenhaut (Uveitis), der Regenbogenhaut (Iritis) und der Episklera (lockere Bindegewebsschicht, welche die Lederhaut von der Bindehaut trennt) (Episkleritis)
Entzündungen der Gelenke
  • Arthritis, Morbus Bechterew
Erkrankungen der Leber
  • chronisch verlaufende Entzündung der Gallengänge, welche in der Folge zum Gallenstau führen kann
Erkrankungen des Herzens
  • Perikarditis
Erkrankungen der Mundschleimhaut
  • Stomatitis aphtosa (Aphten der Mundschleimhaut), Entzündung der Mundschleimhaut

Was ich für Sie tun kann

  • Stuhlanalyse mit Werten zu Entzündung, Immunsystem, Dysbiose, Funktion von Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse
  • Kontrolle von Blutwerten
  • Kontrolle von Vitalstoffen

 

  • Senkung der Entzündung / der Entzündungsneigung
  • Stärkung des darmassoziierten Immunsystems
  • Verordnung der entsprechenden, individuell passenden, naturheilkundlichen Arzneimittel
  • Anpassung der Ernährung
  • Behebung von Mangelzuständen 
  • Behandlung des Darms
  • Unterstützung der Funktion von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse
  • Entgiftung

 

  • Bewegungsempfehlungen 
  • Stressmanagement
  • Erarbeitung von Strategien zur Vermeidung von neuen Schüben

Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Weiterführende Informationen zu den Magen-Darm-Erkrankungen bzw. zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.