Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Was sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten / Intoleranzen?

Von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wird gesprochen, wenn Lebensmittel nicht mehr vertragen werden, die eigentlich völlig problemlos verdaut werden können bzw. sollten.

Zwischen den Unverträglichkeiten wird in verschiedene Mechanismen unterschieden:

  • Nahrungsmittelintoleranz
    • durch fehlende Verdauungsenzyme werden Nahrungsbestandteile vom Körper nicht mehr richtig verdaut oder aufgenommen
  • Nahrungsmittelallergien
    • der Körper reagiert auf völlig harmlose Stoffe überempfindlich, das Immunsystem arbeitet nicht mehr korrekt
    • Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel lösen Pseudoallergien aus
    • die Symptome sind denen einer “echten Allergie” sehr ähnlich

 

Symptome

die auftreten können

  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen
  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
  • Verdauungsbeschwerdennach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel
  • Blähungen, aufgetriebener Bauch
  • immer wiederkehrende Durchfälle, chronische Verstopfungen
  • Appetitlosigkeit
  • Aufstoßen, Sodbrennen
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Entwicklungsstörungen oder Verzögerungen (bei Kindern)
  • Heißhungerattacken auf Süßes
  • Zungenbrennen
  • Schluckbeschwerden, Schluckstörungen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Flush (plötzliches Erröten im Gesichts- und Halsbereich)
  • Gewichtsabnahme
  • Schwindel, Schweißausbrüche, Schwächegefühle bei plötzlich auftretendem Blutdruckabfall
  • laufende oder verstopfte Nase

 

Ursachen

Intoleranzen gegenüber Lebensmitteln haben in der Regel einen Auslöser. Nur in eher seltenen Fällen sind sie bereits angeboren.

Man unterscheidet hier zwischen der primären Intoleranz, die angeboren ist, und der sekundären Intoleranz, die durch eine Störung in der Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose) auftritt.

 

Die Laktoseintoleranz

… ist die am häufigsten vorkommende Lebensmittelunverträglichkeit. In Europa sind mindestens 10-30% der Bevölkerung davon betroffen, in Deutschland ca. 20%.
Oft bleibt die Erkrankung lange unerkannt.

Bei der Laktoseintoleranz liegt ein Mangel des Enzyms Laktase vor. In Folge dessen kann der Milchzucker, die Laktose, nicht mehr oder nur noch ungenügend aufgespalten werden. 

Die Ursache ist bei der nicht angeborenen, sekundären Form eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut, die in der Regel aus einer Verschiebung der Darmbakterienzusammensetzung resultiert, die wiederum Entzündungsprozesse im Darm zur Folge hat.

 

Die Fruktoseintoleranz

… ist eine Unverträglichkeit gegenüber dem Fruchtzucker, der in vielen Lebensmitteln in natürlicher – oder auch in künstlicher Form enthalten ist.

5-7% der Bevölkerung sind von der Erkrankung betroffen.

Die Ursache für die Fruktoseintoleranz ist ein Problem im Transportmechanismus durch die Darmwand des Dünndarms.

Die Störung im Transport des Fruchtzuckers führt dazu, dass dieser im Dünndarm nicht aufgenommen werden kann und so in Teilen in den Dickdarm weiter transportiert wird. Im Dickdarm wird er nun von den dort ansässigen Bakterien verarbeitet. Die Abbauprodukte, die bei der Verarbeitung entstehen, führen zu den bekannten Magen-Darm Symptomatiken.

 

Die Histaminintoleranz

Die Histaminintoleranz hat nur eine Häufigkeit von 1-2%. 

Die Ursache der Beschwerden ist hier ein Missverhältnis zwischen dem Histamin, welches Bestandteil der Lebensmittel ist und dem abbauenden Enzym Diaminoxydase. Das Histamin, welches durch den Mangel an Diaminoxydas nicht abgebaut werden konnte, gelangt nun durch die Darmwand in den Blutkreislauf und kann dort an  den Histaminrezeptoren andocken. Dies hat Symptome zur Folge, die auch bei “echten” Allergien auftreten.

 

Glutenunverträglichkeit – Zöliakie

Die Symptome einer Glutensensitivität und einer Glutenunverträglichkeit sind kaum zu unterscheiden.

 

Bei der tatsächlichen Glutenunverträglichkeit, löst das Gluten in der Schleimhaut des Dünndarms eine Immunreaktion aus. Diese führt zu einer chronischen Entzündung des Dünndarms und in der Folge zu einer Schädigung der Schleimhaut. Im Verlauf der Krankheit werden durch diese Entzündung die Darmzotten schwer geschädigt und bilden sich zurück. Als Folge dessen können die Nahrungsmittel nicht mehr normal verarbeitet werden und es kommt zu Mangelerscheinungen.

 

Die Zöliakie zählt bei Kindern zu den häufigsten gesundheitlichen Störungen im Magen-Darm-Trakt. Oft wird die Erkrankung noch immer erst sehr spät diagnostiziert. Mittlerweile kommt es auch bei Erwachsenen immer häufiger zu dieser Autoimmunerkrankung.

 

Patienten die an einer Zöliakie leiden, können zusätzlich zu den Magen-Darm Symptomatiken auch unter extraintestinalen Symptomen leiden, die durch die Zöliakie entstehen können.

 

Die Patienten können Störungen im blutbildenden System entwickeln, d.h. Blutungen, Ödeme, Verminderung der Knochendichte, Beeinträchtigungen der Muskulatur, hormonelle Störungen, Hauterkrankungen, Leberbeschwerden,  Gelenkschmerzen, Aphten in der Mundhöhle, die immer wieder auftreten, erhöhte Infektneigung. Auch psychische Probleme und Störungen können durch eine Zöliakie oder Glutensensitivität ausgelöst werden.. Die Aufzählungen sind hier keinesfalls vollständig.

 

Glutensensitivität

Die Beschwerden der Glutensensitivität ähneln der einer Zöliakie in hohem Maße. Allein auf Grund der Beschwerden lässt sich daher kaum eine Aussage darüber treffen, worum genau es sich handelt.

 

Die Diagnose der Glutensensitivität erfolgt im Prinzip nur durch den Ausschluss der Zöliakie.

 

Was ich tun kann

  • Tests auf Laktose-, Fruktose- und Sorbitunverträglichkeit (Atemgastest). 
  • Stuhltest auf Histamin
  • Verordnung der entsprechenden, individuell passenden, naturheilkundlichen Arzneimittel
  • Anpassung der Ernährung auf bestehende Unverträglichkeiten
  • Kontrolle von Vitalstoffen und Behebung von Mangelzuständen (Vitalstoffanalyse)
  • Stuhlanalyse mit Werten zu Entzündung, Immunsystem, Dysbiose, Funktion von Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse
  • Unterstützung der Funktion von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse
  • Entsäuerung der Körpergewebe
  • Entgiftung
  • Entzündungshemmung
  • Stärkung des darmassoziierten Immunsystems
  • Kontrolle von Blutwerten
  • Bewegungsempfehlungen 
  • Stressmanagement

Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Weiterführende Informationen zu den Magen-Darm-Erkrankungen bzw. zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.