Morbus Basedow

Morbus Basedow ist die zweithäufigste Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Auch hier lösen Antikörper eine Entzündungsreaktion in der Schilddrüse aus und das Gewebe der Schilddrüse wird vom Körper selbst angegriffen.

Die Erkrankung betrifft die gesamte Schilddrüse.

Die Entzündung greift hier allerdings bei dem überwiegenden Teil der Patienten auch das Gewebe der Augenhölen an und es entwickelt sich eine endokrine Orbitopathie (hormonbedingte, entzündliche Augenhöhlenerkrankung).

 

Ursachen

Auch beim Morbus Basedow ließ sich bisher nicht DIE EINE URSACHE ermitteln.

Es sind wie bei anderen Autoimmunprozessen mehrere Faktoren, die bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen.

 

  • genetische Veranlagung
  • Überdosierung von Jodeinnahmen
  • chronischer Stress

 

Diese Faktoren begünstigen den Ausbruch der Erkrankung:
  • Infektkionskrankheiten wie EBV, (Pfeiffersches Drüsenfieber)
  • starke hormonellse Schwankungen (z.B. in der Schwangerschaft, Pubertät
  • jodhaltige Medikamente (z.B. Kontrastmittel beim Röntgen, Arzneimittel (z.B. Amiodaron bei Herzrhytmusstörungen)
  • Jodmangel oder Überschuss
  • Andere Autoimmunerkrankungen
  • autonome Adenome der Schilddrüse (Schilddrüsenknoten)

 

Leitsymptome der basedowschen Erkrankung
  • Vergrößerung der Schilddrüse
  • Exoptalmus (Hervortreten der Augäpfel)
  • Tachykardie (Herzrasen)

 

Weitere Augensymptome können sein:
  • Schwellung der Augenlider (insbesondere des Oberlides)
  • Unvollständiger Lidschluss
  • häufige Bindehautentzündungen
  • trockene Augen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit
  • vermehrtes Augentränen
  • Sand- oder Fremdkörpergefühl
  • manchmal auch eine Verschlechterung des Sehens oder auch Doppeltsehen (durch Beteiligung der Augenmuskulatur)

 

Typische Symptome (einer Schilddrüsenüberfunktion) liegen zu Grunde

dazu gehören:

  • hoher Blutdruck
  • Herzrhytmusstörungen
  • Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Durchfälle 
  • Haarausfall
  • Zyklusstörungen
  • Erschöpfung und Schwäche
  • Zittern (der Hände), heiße, feuchte Hände
  • Unverträglichkeit von Wärme, vermehrtes Schwitzen…
  • Durst, insbesondere auf kalte Getränke
  • vermehrtes Auftreten von Ängsten und Panikattacken
  • Essen von großen Mengen und dennoch keine Gewichtszunahme bzw. sogar Gewichtsabnahme

 

Diagnose

  • Messen der folgenden Schiddrüsenwerte:
    • TSH
    • fT3
    • fT4
    • TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper)
    • oder Tg-AK (Thyreoglobulin-Antikörper)

 

 

 

Was ich tun kann

Bei Erkrankungen der Schilddrüse:

  • Überprüfung der Funktion weiterer körpereigener Hormonsysteme, die im Zusammenhang stehen und ebenfalls gestört sein können (Nebennieren, Sexualhoromen, Leber…)
  • Anpassung der Ernährung
  • Regulation des Immunsystems
  • Messen der Vitalstoffe und Ausgleich von Mängeln
  • Entzündungshemmung
  • Überprüfung des darmassoziierten Immunsystems
  • Schilddrüsenmassage
  • Schilddrüsenöl
  • Lebensführung – Stress- und Zeitmanagement

Gerade hormonelle Störungen stehen oft im Zusammenhang und sollten ganzheitlich betrachtet werden.

Gern erläutere ich Ihnen in einem kostenfreien Vorgespräch die Möglichkeiten in meiner Praxis.

Wieviele Termine?

Die Anamnese ist erst einmal zwingend erforderlich, da sie die Grundlage für meine Behandlung bzw. den entsprechenden Therapieansatz ist.

 

Meiner Erfahrung nach sind im Laufe der Zeit noch einige weitere Termine über einen längeren Zeitraum nötig. Im Verlauf von chronischen Erkrankungen sind immer wieder Anpassungen der Therapie (je nach Ihrem Befinden (oft auch noch weitere diagnostische Untersuchungen) notwendig.  

In der Regel bleiben die Patienten mindestens 1 Jahr, meist sogar länger bei mir in der Behandlung.

Weiterführende Informationen zu den Schilddrüsenerkrankungen finden Sie in den News bzw. in den Kategorien.