Zucker – geliebter Feind

Quelle: pixabay, 2016 

Was ist eigentlich mit dem Zucker?

Worüber reden wir eigentlich?

Es geht um den raffinierten (oder auch nur teilraffinierten) Industriezucker, also den industriell hergestellten Zucker – auch einfach nur Haushaltszucker genannt.
Es geht aber auch um weitere Zuckerarten wie z.B.

  • Traubenzucker
  • Fruchtzucker (nicht der Fruchtzucker, der im Obst enthalten ist)
  • Milchzucker
  • Malzzucker
    • also auch um Glucose, Fruktose, Laktose und Maltose (all die Zuckerarten, die Sie in den Zutatenlisten Ihrer Lebensmittel finden)

Die Auswirkungen beim Verzehr dieser Zuckerarten sind ähnlich wie bei dem uns gut bekannten,  normalem Haushaltszucker!

In den meisten verarbeiteten Lebensmitteln ist heute sehr viel Zucker enthalten – achten Sie doch einmal bewusst darauf, wieviel Zucker in den Lebensmitteln steckt!.

Oft versteckt sich der enthaltene Zucker in unseren Lebensmitteln jedoch auch unter einem Tarnanzug!
Wie sieht die Tarnung des Zuckers nun genau aus?

Zucker wird z.B. mit folgenden Bezeichnungen getarnt:

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glucose
  • Fruktosesirup oder Fruktose-Glucose-Sirup
  • Glucosesirup, Glucose-Fructose-Sirup oder Stärkesirup
  • Karamellsirup
  • Lactose
  • Maltose oder Malzextrakt
  • Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin
  • Süßmolkenpulver
  • Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt

All die aufgeführten Zucker(arten) beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit Ihres Immunsystems. Schon die Menge an Zucker, die man täglich zu sich nimmt (ohne noch Zucker in den Kaffee oder Tee zu geben) reicht völlig aus, um Ihr Immunsystem zu schwächen!

Die Wahrheit ist: Zucker ist UNGESUND!

Die meisten von uns ahnen oder wissen das schon lange, sind sich aber über die Auswirkungen nicht im klaren und ignorieren diese Tatsache daher für sich selbst immer wieder. Kekse, Kuchen, Schokolade und der süße Latte Macchiatio sind ja auch eine ziemlich leckere Sache – doch welchen Preis zahlen wir dafür

 

Dem Industriezucker (Haushaltszucker) fehlen jegliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine!
Es ist nichts im Zucker enthalten, was für uns in irgendeiner Art und Weise gesund ist!
Im Gegenteil: Der Körper muss sich sämtliche Begleitstoffe, die zur Verarbeitung des Zuckers benötigt werden, aus seinen körpereigenen Depots holen. Die Folge davon ist ein Mineralstoffmangel.Den modernen und ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten sind damit Tür und Tor geöffnet!  Arthrose, Arthritis, Osteoporose, Diabetes Mellitus Typ II, Gicht und viele weitere Erkrankungen sind die Folge.

Weitere, ebenso wenig erfreuliche Tatsachen und Folgen des Zuckerkonsums sind: Industriezucker zerstört die Darmflora, irritiert den Magen und schädigt die Leber.

Natürlich macht auch immer die Menge das „Gift“!

Da es aber kaum mehr möglich ist, Zucker zu vermeiden, ist eine Ernährung mit einem noch angemessenen Maß an Zucker ziemlich schwierig geworden. In fast jedem fertigen Lebensmittel ist Zucker enthalten. So ist man mit seinem Zuckerkonsum relativ schnell in einem sehr ungesunden Bereich.
Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem: Zucker macht süchtig!
So wird leider oft aus einem „zuviel an Zucker“ ein „noch mehr an Zucker“ und der Teufelskreis beginnt sich zu drehen.
Pro Tag wäre ein Verbrauch von ca. 20g Zucker noch vertretbar – das sind max. 7 Stück Würfelzucker (1 Stück Würfelzucker enthält 3g Zucker)
  • Danone Fruchtzwerge Drink enthalten bei einer Packungsgröße von 200g bereits 30,4g Zucker  das sind 10!! Stück Würfelzucker
  • 500ml Müllermilch Banane enthalten 65,5g Zucker – das sind 22 Stück Würfelzucker
  • 1l Bauer Bio Apfelsaft naturtrüb enthält ca. 113g Zucker – das sind 38 Stück Würfelzucker
  • 1,5l Aldi Eistee enthalten ca. 122g Zucker – das sind 41 Stück Würfelzucker
  • 1 Tafel Hanuta ebenfalls ca. 7,3g Zucker = 2 Stück Würfelzucker
  • 1 Flasche Cola enthält ca.110g Zucker das sind ca. 40 Stück Würfelzucker
  • 1 Glas Nutella besteht zu 55% aus Zucker

den Zuckergehalt weiterer Produkte können Sie auf dieser Liste nachlesen:

http://www.mach-doch.de/kurse/abnehmen-zuckerliste.pdf

Sie sehen also, wie schnell Sie 20g Zucker konsumiert haben – ohne es wirklich zu merken.

Die gute Nachricht ist:

Der Mensch braucht eigentlich überhaupt keinen Zucker wenn er sich gesund und mit frischen Produkten ernährt. Wenn es doch mal etwas Süßer sein soll, gibt es Alternativen, die gegenüber dem industriellen Weißzucker deutlich besser zum Süßen geeignet sind.

Was ist also mit dem Biozucker? Rohrzucker? braunen Kandiszucker? – das ist ja schließlich kein weißer Zucker!

Bio sagt lediglich etwas über die Herkunft der Zuckerrübe oder des Zuckerrohrs aus….. nichts darüber, wie gesund der Zucker ist.
Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker werden aus Zuckerrohr hergestellt, Vollzucker aus der Zuckerrübe.
Rohrzucker ist ein Zweifachzucker, der aus Glucose und Fructose besteht.
Rohrzucker bleibt bei der Verarbeitung von Zuckerrüben oder Zuckerrohr sozusagen übrig. Rohrzucker ist lediglich die Zuckerbasis, aus der dann z.B. Kristallzucker, Hagelzucker, Kandiszucker, Puderzucker und Würfelzucker hergestellt werden.
Rohrohrzucker ist teilraffiniert. Das „Abfallprodukt“ aus der Produktion ist dann die Zuckermelasse. Hierin sind noch alle Vitamine und Mineraltstoffe enthalten. Die Melasse zählt daher als vollwertiges Lebensmittel.
Im Rohrohrzucker dagegen sind durch die Verarbeitunsprozess nur noch sehr wenige wertvolle Stoffe enthalten.

Was für Alternativen gibt es?

Süßstoffe wie z.B. Aspartam, Saccharin, Sucralose…. sollten Sie komplett von Ihrem Speiseplan streichen!
„Aspartam, der Süssstoff mit vielen Nebenwirkungen, ist nicht halb so unbedenklich, wie die Studien der Hersteller behaupten. Bei seiner Verstoffwechselung entstehen gefährliche Nervengifte. Gedächtnisverlust, Depressionen, Blindheit und Verlust des Hörvermögens sind nur einige ihrer Wirkungen auf den menschlichen Organismus.
Aspartam ist auch als „NutraSweet“, „Canderel“ oder einfach als E 951 bekannt.

Zulassung für Giftcocktail

Doch auch Aspartam hat eine lange Zulassungsgeschichte: Einst hatte die amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (ED.A.3) eine Liste mit Nebenwirkungen von Aspartam veröffentlicht. Nachfolgend eine kleine Auswahl der 92 angeblich gut dokumentierten Symptome, die auf eine Aspartamvergiftung zurückgeführt werden können:

  • Angstzustände
  • Asthma
  • Arthrose
  • asthmatische Reaktionen
  • Juckreiz und Hautirritationen
  • Schwindelanfälle
  • Zittern
  • Unterleibsschmerzen
  • Schwankungen des Blutzuckerspiegels
  • Brennen der Augen und des Rachens
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Chronische Müdigkeit
  • Migräne
  • Impotenz
  • Haarausfall
  • Durchblutungsstörungen
  • Tinnitus (=Ohrensausen)
  • Menstruationsbeschwerden
  • Augenprobleme
  • Gewichtszunahme“
    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-aspartam-suessstoff.html
Dicksäfte wie Agavendicksaft, Birnendicksaft, Apfeldicksaft bestehen fast ausschließlich aus Fruktose.
Da Fruktose in Obst und Gemüse vorkommt und bei der Verarbeitung dieser Nahrungsmittel entsteht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass auch hier häufig Produkte verwendet werden, die gentechnisch verändert wurden.
Generell ist zu erwähnen: Fruktose macht dick. Industriell hergestellte Fruktose wird wesentlich schneller in Fett umgewandelt als Glucose. Fruktose verhindert die Entwicklung des Sättigungsgefühls, so dass Sie mehr essen…. das Ergebnis: Gewichtszunahme.
Damit nicht genug: Fruktose füttert auch noch in besonderem Maße die Krebszellen.
Folgende Dicksäfte sind zwar auch nicht unbedingt nicht als gesund zu bezeichnen, aber dennoch gesünder als der Haushaltszucker:
Ahornsirup, Dattelsirup, Reissirup, Gerstenmalzsirup.
Hier ist der Fruktoseanteil DEUTLICH geringer als in den anderen Sorten.Im Ahorsirup sind noch viele Mineralstoffe enthalten und er hat einen großen Anteil an Antioxidantien. Aber so richtig gesund ist auch der leider nicht …. Begründung
Auch Honig sollte man nur in geringen Mengen zu sich nehmen: er schädigt die Zähne, belastet die Bauchspeicheldrüse und kann den Darm schädigen.
Ausnahme hier: Manukahonig. Er hat zwar auch einen hohen Anteil an Fruktose und Glucose, aber durch seinen Hauptbestandteil Methylglyoxal ist er ein wirklich gesundes Süßungsmittel. Er kann durch diese ihm ganz eigene Zusammensetzung sogar vor Zahnschäden bewahren.
Aber vorsicht, Manuka Honig ist nicht gleich Manuka Honig. Hier sollten Sie auf die Qualität achten:
Die ungefähren Bezugswerte:
UMF 10 = MGO 100
UMF 15 = MGO 250
UMF 20 = MGO 400
UMF 25 = MGO 550
Ein MGO von über 400 und drüber ist schon eine Spitzenqualität!!
Kokosblütenzucker ist ebenfalls empfehlenswert und schmeckt wirklich lecker! Und nicht nur das, er belastet die Bauchspreicheldrüse nicht, da er einen sehr niedrigen glykämischen Index hat, enthält wenig Fruktose und viele gesunde Vitalstoffe.
Zuckeraustauschstoffe wie z.B.
Xylit – gewonnen aus Mais oder der Birkenrinde: schmeckt gut, süßt gut, hat noch viele Mineralstoffe, er ist karieshemmend und kalorienarm. Xylit lässt den Blutzuckerspielgel nur langsam ansteigen und die Süßkraft ist vergleichbar mit der des Haushaltszuckers.
Wenn man sehr empfindlch ist, sollte man die Xylitdosis langsam steigern, da der Körper sich daran erst gewöhnen muss. (wirkt abführend)
Weitere Zuckeraustauscchstoffe sind: Sorbit, Mannit, Maltit, Isomalt. Auch sie haben die bei Xylit genannten Vorteile.

Dazu kommen noch Stevia und Erythrit, wobei diese beiden Austauschstoffe deutlich mehr Süßkraft haben – sogar deutlich mehr als Haushaltszucker.

Erythrit ist sogar noch besser verträglich, da es zu 90% über den Dünndarm ins Blut gelangt und fast vollständig über die Nieren ausgeschieden wird. Nur 10% gelangen über den Dickdarm ins Blut. Daher hat es nicht die abführende Wirkung, die man bei Xylit beobachten kann.

Stevia ist vom Geschmack her nicht jedermanns Sache.

Wenn schon süß, dann so:

Zusammengefassung:

  • Manuka Honig
  • Melasse (aber Achtung – kalorienreich! – allerdings auch mit vielen Nährstoffen!)
  • Kokosblütenzucker
  • Datteln
  • Rosinen
  • Stevia (greift nicht in den Insulinhaushalt ein, hat NULL Kohlenhydrate)
  • Xylit = Birkenzucker (ACHTUNG: die meisten Produkte werden aus Mais hergestellt. Bitte darauf achten, dass wirklich Birkenzucker aus der Birke verwendet wird! – Diese tatsächlichen Produkte aus BIRKE kann man meist nur im Internet in speziellen Shops bestellen.)
  • Erythrit (kalorienarm)
  • Yaconpulver bzw. Yaconsirup (hergestellt aus einer südamerikanischen Pflanze – glykämischer Index liegt bei 1 (im Vergleich: Haushaltszucker: 100, Ahornsirup:65) – wenn Sie ein Problem mit dem schnellen Anstieg des Blutzuckers haben eine tolle Sache! Außerdem reich an Mineralstoffen.
Wenn Sie Bananengeschmack mögen, gibts als Alternative auch noch das
  • rote Bananenpulver (unterliegt Rohkosqualität und eignet sich für Müsli, Joghurt, Desserts, Kuchen etc., hat viele Vitalstoffe und ist ein echtes Superfood! liefert viel Energie!)
und ggf.
  • Datteldicksaft
  • Ahornsirup
  • Reissirup
  • Gerstenmalzsirup

Fruktose

ist eigentlich die gefährlichste Zuckerart die natürlich vorwiegend in Fertigprodukten enthalten ist (hier ist nicht der natürlich vorkommenden Fruchtzucker (enthalten in Obst und Gemüse) gemeint).
Für den Organismus macht es einen DEUTLICHEN Unterschied, ob Sie ein Stück Obst essen oder ob Sie den Fruchtzucker als Bestandteil eines Schokoriegels oder eines Getränkes zu sich nehmen!!!

Welche Erkrankungen entstehen durch zu hohen Zuckerkonsum?

  • allen voran: Diabetes mellitus
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Zahnerkrankungen
  • Fettsucht
  • schwaches Immunsystem
  • hyperaktive Kinder
  • vorzeitige Alterung (Faltenbildung)
  • Haarausfall, Hitzewallungen
  • Schädigung des Darms
  • Irritation des Magens

Langfristige Folgen des Zuckerkonsums:

  • Osteoporose
  • Diabetes Mellitus Typ II
  • Erhöhung des Risikos an Multiple Sklerose, Arthritis oder Asthma zu erkranken

Schon 1957 bezeichnete Dr. William Coda Martin den Zucker in einem Artikel für die Michigan Organic News als ein Gift, dem es an Lebenskraft, Vitaminen und Mineralien mangele:

„Was übrig bleibt sind pure, raffinierte Kohlenhydrate. Eine unvollständige Umwandlung von Kohlenhydraten führt zur Bildung giftiger Stoffwechselprodukte (wie zum Beispiel der Brenztraubensäure)“.
Heute ist diese Aussage nicht weniger aktuell. Die Giftstoffe, die bei der Verstoffwechslung von Zucker entstehen, werden leider auch heute noch völlig unterschätzt! Sie haben Einfluss auf viele, wenn nicht sogar alle Funktionen des Körpers und bis in jede kleinste Körperzelle. Sie geben den Startschuss für die Entwicklung zerstörerischer (degenerativer) Erkrankungen.

Als degenerative Erkrankungen bezeichnet man sämtliche Erkrankungen und Symptome, die im Laufe der Entwicklung der Menschen in Erscheinung getreten sind. Dazu gehören zum Beispiel: Arthrose, Rheuma, Osteoporose, Arteriosklerose, Diabetes Typ 2, Autoimmunerkrankungen (z.B. der Schilddrüse oder des Verdauungssystems), aber auch Krebs und noch viele weitere Erkrankungen.

Das passiert, wenn du 7 Tage keinen Zucker isst – das Selbstexperiement

 

Die große Zuckerlüge

 

Quellen: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker-uebersicht.html, Dr. William Coda Martin – https://swansonhealthcenter.com/topics/sugar-addiction/, http://www.mach-doch.de/kurse/abnehmen-zuckerliste.pdf