Schlafstörungen

Jede Nacht schlaflos im Bett?


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Für Schlafstörungen gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Ursachen – angefangen von

  • erhöhter Stressbelastung (Cortisolspiegel erhöht, Burn out)
  • persönliche Krisen (Todesfall, Scheidung, Jobwechsel, Arbeitslosigkeit, berufliche oder private Konflikte)
  • Sorgen
  • Ärger im Büro
  • ungünstige Schlafgewohnheiten
  • zu viel Licht (Helligkeit einer Straßenlaterne, Mondlicht, zu frühes hellwerden im Zimmer)
  • Lärm (dazu zählt auch das Schnarchen des Partners, Straßenlärm etc.)
  • Elektrosmog
  • zu warme Zimmertemperatur
  • Medikamente (z.B. Beta-Blocker)
  • Alkohol
  • Stimulanzien wie Alkohol oder Tee
  • eine negative Erwartungshaltung (ich kann eh nicht schlafen)
  • bis hin zu psychischen oder körperlichen Erkrankungen:
    • Depressionen
    • Burnout
    • Hashimoto Thyreoditis, Nebennierenschwäche
    • neurologische Erkrankungen (restles Legs)
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Schlafapnoe
    • Rheuma
    • Krebs
    • genetisch bedingte Anfälligkeiten für Schlafprobleme
  • Alter (mit zunehmendem Alter sinkt die Produktion des körpereigenen Melatonins)
  • Schlafrhytmusverlus
  • Magnesiummangel
  • Schlaflos durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel am Abend

Daher stellen Schlafstörungen auch immer ein ernst zu nehmendes Problem dar.

In vielen Fällen machen auch das heute kaum noch aus dem Alltag weg zu denkende W-Lan, andere elektrische Geräte oder ein nicht abgedunkeltes Zimmer Probleme mit dem Schlaf.

Damit nicht genug, Schlafstörungen ziehen in der Regel auch noch andere Symptome nach sich wie z.B. Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit, depressive Phasen, ein schwaches Immunsystem oder einen veränderten Appetit (vermehrt oder fehlend).

Oft liegen die Betroffenen abends kaum im Bett und das Gedankenkarussel fängt an sich zu drehen. Kein Wunder, dass man keinen Schlaf findet.

Bei Schlafstörungen steht bei der Behandlung stets die Ursache im Vordergrund. Mitunter sind weiterführende Untersuchungen zwingend notwendig.

Die Wirkung von Schlafmitteln auf chemischer Basis:

Schlafmittel auf chemischer Basis greifen auch immer in die Stimmung ein. Die Nebenwirkungen sind häufig Kopfschmerzen, Übelkeit, eine Beeinträchtigung der Konzentration, ein vermindertes Reaktionsvermögen und schlussendlich sind Sie tagsüber müde und haben das Gefühl nur noch neben sich zu stehen – und das als Preis dafür, dass Sie abends einschlafen können. Das KANN nicht die Lösung sein!

Im besteht bei chemischen Schlafmitteln auch immer die Gefahr einer Abhängigkeit und nach einiger Zeit können Sie ohne diese Schlafmittel überhaupt nicht mehr einschlafen und so beginnt ein ziemlich unangenehmer Teufelskreis.

Die Wirkung von Schlafmitteln auf natürlicher Basis:

Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, haben Sie sicherlich auch schon das eine oder andere natürliche Schlafmittel getestet. Oft gibt es eine Zeitlang eine postive Wirkung – jedoch auch nicht bei allen Patienten.

Bei schweren Schlafstörungen reicht die schlaffördernde Wirkung von natürlichen Schlafmitteln allein jedoch nicht aus.

Was allerdings noch wichtiger ist, die Ursache des Problems wird durch Einnahme von Schlafmitteln NICHT behoben!

Was Sie als erste Maßnahmen bei Schlafproblemen tun können und sollten:

  • nutzen Sie das Schlafzimmer nur noch für zwei Dinge: Schlaf und Liebe (verbannen Sie die elkektrischen Geräute aus Ihrem Schlafzimmer – wie z.B.: Fernseher, Handy, Internet, generell das W-Lan etc. rigoros aus Ihrem Schlafzimmer (einzige Ausnahmen: ein Gerät um Musik abzuspielen und Ihr Wecker)
  • gehen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett (der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der Organismus stellt sich auf diese Zeiten ein) – führen Sie also möglichst regelmäßige Schlafenszeiten ein
  • Versuchen Sie den gut gemeinten Mittagsschlaf zu vermeiden (aber ohne dafür zum Kaffee zu greifen!) – wenn es nicht ohne Mittagsschlaf geht, dann halten Sie diesen möglichst kurz (20 Minuten reichen um etwas zu regenerieren)
  • Treiben Sie regelmäßig Sport bzw. bewegen Sie sich regelmäßig! Durch körperliche Aktivität werden Stress und unverbrauchte Körperenergien abgebaut – allerdings sollten Sie körperliche Aktivitäten nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen in Ihren Tagesplan einbauen.
  • achten Sie darauf, nicht auf dem Sofa bzw. vor dem Fernseher einzuschlafen. Wenn Sie müde werden und es ist bereits Zeit zum ins Bett gehen, dann nutzen Sie die Gelegenheit. Anderenfalls stehen Sie auf und bewegen Sie sich
  • nehmen Sie ein Entspannungsbad vor dem Schlafengehen – ggf. mit einer schlaffördernden Kräutermischung
  • Hören Sie leise und beruhigende Muskik vor dem zu Bett gehen
  • verzichten Sie zum Abendessen auf schwer verdauliche Kost, eine Mahlzeit ohne Kohlenhydrate ist leicht verdaulich und gesund
  • greifen Sie nicht zu Alkohol als Einschlafhilfe (langfristig birgt auch das die Gefahr einer Abhängigkeit!)
  • Versuchen Sie Streit, Aufregung und Ärger vor dem Schlafengehen zu vermeiden. Auch Disskussionen mit heranwachsenden Kindern, (Ehe)partnern oder anderen Familienmitgliedern sind nicht gerade förderlich. Dies gilt auch für Nachrichten, aufregende Filme etc.
  • das Schlafzimmer sollte immer gut gelüftet, ruhig und dunkel sein
  • trinken Sie ihren letzten Kaffee am Vormittag
  • Wenn Sie unter kalten Füßen leiden, sorgen Sie dafür, dass Sie warme Füße haben
  • Wenn Sie nicht einschlafen können, versuchen Sie die Panik darüber zu vermeiden. Sehen Sie nicht dauernd auf die Uhr, davon schlafen Sie auch nicht besser ein. Sofern Sie nach 30 Minuten noch immer nicht schlafen, stehen Sie auf, machen Sie sich einen alkoholfreien Schlummertrunk, beschäftigen Sie sich noch eine Weile mit etwas, das Sie beruhigt und starten Sie dann erst den nächsten Versuch

natürliche Einschlafhilfen:

  • Baldriantinktur
  • Mandelmilch
  • entspannender Abendtee
  • Entspannungsbäder
  • Kräuterkissen
  • Heilpflanzen/Heilkräuter
  • Entspannungsübungen
  • Meditation
  • Aromatherapie
  • pflanzliche, antroposophische Mittel

Gerne empfehle ich Ihnen entsprechend Ihrer Beschwerden die besten natürlichen Einschlafhilfen.

homöopathische Behandlung:

Die homöopathische Behandlung ist eine wichtige Therapieform bei sämtlichen Schlafstörungen. Ganz nach Ihren individuellen Beschwerden und Symptomen wird das am besten passende Mittel für Sie verordnet.

Weitere Empfehlungen:

  • Orthokularmedizin
  • Schüsslersalze
  • Bachblüten
  • Einstellung des Säure-Basen-Haushalts
  • Ernährung

Auch bei Schlafstörungen ist eine individuelle, auf Sie abgestimmte Therapie nötig, um Ihnen den erholsamen Schlaf wiederzubringen.

Bitte sprechen Sie mich bei Problemen gern an und wir vereinbaren einen Termin um die Ursache Ihrer Beschwerden heraus zu finden und eine entsprechende Therapie zu einzuleiten.

Quellen: zentrum der Gesundheit, schlafstörungen.behandeln.de,