Nahrungsmittelintoleranz oder Allergie?

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Im Alltag wird bei den Patienten nicht immer unterschieden, ob jemand eine Nahrungsmittelintoleranz oder eine Allergie hat.

Worin genau besteht der Unterschied?

Eine Nahrungsmittelintoleranz läuft OHNE Beteiligung des Immunsystems ab.

Der Organismus hat lediglich die Fähigkeit verloren, bestimmte Nahrungsmittel ordnungsgemäß zu verdauen. Im weitesten Sinn gehören hier sogar die Bauchspeicheldrüsenschwäche oder auch ein Gallenproblem dazu, da auch hier Lebensmittel nicht mehr normal verdaut werden können.

Bei einer Nahrungsmittelintoleranz handelt es sich meist um Lebensmittel wie Fructose, Lactose, Histamin oder Sorbit, die nicht mehr verdaut werden können.

Ein Allergie hingegen läuft immer MIT Beteiligung des Immunsystems ab. Es werden gegen das Allergen Antikörper gebildet, die im Blut nachgewiesen werden können.

Nahrungsmittelintoleranzen lassen sich im Gegensatz zu einer Allergien  relativ zuverlässig diagnostizieren. Insbesondere bei den Typ-3-Nahrungsmittelallergien ist die Diagnose oft nicht eindeutig und zuverlässig möglich

Tests für Nahrungsmittelintoleranzen sind wissenschaftlich anerkannt und werden in der Regel nicht angezweifelt. Bei den Allergien sieht dies ganz anders aus. Die heute möglichen Tests sind oft zweifelhaft und umstritten.

Die Ursache hingegen kann bei beiden Beschwerdetypen jedoch auf der Schädigung der Darmschleimhaut zurückzuführen sein.