Hashimoto Thyreoiditis

Die Hashimoto Thyreoiditis

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(kurz Hashimoto) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der ein ständiger Entzündungsherd den gesamten Körper schwächt und belastet. Das Schilddrüsengewebe wird im Laufe der Zeit mehr und mehr zerstört, wodurch Narben entstehen, die widerum die Schilddrüse an der Hormonproduktion hindern. Somit kann die Schilddrüse ihre wichtigen Funktionen im Rahmen der Hormonproduktion und Regulation des Stoffwechsels nicht mehr wahrnehmen. Der Körper mit all seinen Organen und Funktionen ist von dieser Beeinträchtigung betroffen.

Es gibt mittlerweile etliche Theorien, wie es zu Hashimoto kommen kann, eine eindeutige und endgültige Erklärung der Ursachen gibt es jedoch nicht. Aus der Sicht der klassischen Homöopathie wird die Hashimoto-Thyreoiditis – als Autoimmunerkrankung – dem kanzerinen Miasma zugeordnet.

Bekannt ist, dass eine familiäre Veranlagung an einer Hashimoto-Thyreoiditis zu erkanken eine Rolle spielt. Kinder von Eltern mit einem Hashimoto haben eine Wahrscheinlichkeit von 25%, dass sie auch diese Erkankung entwickeln. Ganz besonders die weiblichen Nachkommen sollten ab dem 10. Lebensjahr immer wieder einmal ihre Schilddrüsen- und Antikörperwerte kontrollieren lassen, um die Hashimoto Thyreoditis möglichst früh zu erkennen.
Wurde eine Schilddrüsenunterfunktion oder gar Hashimoto diagnostiziert, ist zu prüfen, welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist, denn nicht immer muss es eine medikamentöse Therapie sein, die zur Besserung der Symptome führt.
Es ist ebenfalls wichtig heraus zu finden, ob eventuell Begleiterkrankungen vorhanden sind, die einer Besserung der Symptome, die mit dem Hashimoto in Zusammenhang gebracht werden, im Wege stehen.

Mögliche Auslöser:

In der Medizin sind folgende Faktoren bekannt, die zu einem Entstehen bzw. Ausbruch einer Hashimoto-Thyreoiditis führen können:

  • genetische Vorbelastung
  • Zufuhr hoher Dosen von Jod: jodhaltige Ernährung, jodhaltige Medikamente
  • hormonelle Sonder-Situation meist mit hohen Östrogen- aber niedrigen Progesteronspiegel, aber auch bei erhöhtem Testosteronspiegel: Pubertät, Schwangerschaft, häufig nach der Entbindung, Stillzeit, Prämenopause, Hormonsubstitution in der Menopause, „Pille“, Einnahme von Testosteronpräparaten
  • Insulinresistenz
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom
  • Vitamin-D-Mangel
  • chronische Infekte oder Entzündungen
  • Virusinfektionen (Pfeiffersches-Drüsenfieber, Gürtelrose, EBV, Mumps, Röteln, Herpes u.a.)
  • dauerhafte schlechte Ernährung
  • Stress/ Traumata (Ernährungsstress, Beziehung, Familie, Arbeit, Finanzen, persönliche Krisen u.a.)

Meist liegt die Ursache der Hashimoto in einer Kombination aus den oben genannten Punkten. Bei etwa 25% der Hashimoto-Patienten treten zusätzlich weitere Erkrankungen auf, wie z.B. Nebennierenschwäche, Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheumatische Erkrankungen, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), Chronische Hepatitis, Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung) usw. 
auf.

Die Hashimoto Thyreoditis beginnt häufig mit einer Überfunktion, entwickelt sich dann innerhalb von ca. 10 Jahren oft sogar ohne erkennbare Symptomatik, in denen sich die Schilddrüse selber zerstört, und endet in einer Unterfunktion (ggf. auch mit Überfunktionssymptomen)

Bedingt durch die Entzündung der Schilddrüse kommt es zu Beginn der Erkrankung zuerst zur Zerstörung der Hormonspeicher der Schilddrüse. Die darin enthaltenen Hormone werden freigesetzt und es entstehen Überfunktionssymptome wie starkes Schwitzen, Unruhe, Reizbarkeit, Zittern, Durchfälle, Gewichtsabnahme. Diese Phase bezeichnet man auch als Hashitoxikose.

Je mehr Schilddrüsengewebe im Verlauf der Krankheit zerstört wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die angegriffene Schilddrüse nicht mehr genügend Hormone produzieren kann um den gesamten Körper damit versorgen zu können. Langfristig kommt es daher zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Aus Erfahrung des Heilpraktikers Markus Breitenberger treten einige Faktoren gehäuft vor Ausbruch einer Autoimmunerkrankung auf:

  • hormonelle Ausnahmesituation, meist mit hohem Östrogen-, aber niedrigem Progesteronspiegel: Pubertät, polyzystisches Ovarsyndrom (Frauen mit diesem Syndrom erkranken viermal häufiger an einer AIT), seltener in der Schwangerschaft, häufig nach Entbindung, Stillzeit, seltener während Pilleneinnahme, häufiger nach Absetzen der Pille, Prämenopause, Hormonsubstitution in der Menopause
  • Infekte
  • Virusinfektionen (Mononukleose, Mumps, Röteln, Herpes labialis und genitalis u. a.)
  • Stress (Beziehung, Familie, Arbeit, Finanzen u. a.)
  • persönliche Krisen

Mögliche Ursachen für eine Hypothyreose
HP Sabrina Pfützner – Quelle: Für die Schilddrüse – gegen den Starrsinn STOP the Thyreod Madness!  – Janie A. Bowthorpe, M.Ed.

  • Hashimoto-Tyhreoditis
    Die Zerstörung der Schilddrüse durch eine chronische Entzündung ist möglicherweise die häufigste Ursache  für eine SD-Unterfunktion. Oft ist sie Ursache für einen Kropf oder eine Schwellung im Halsbereich. Viele Patienten verspüren ein Engegefühl beim Schlucken, es gibt jedoch auch symptomlose Patienten.
  • Postpartum Thyreoditis (Hypothyreose nach Schwangerschaft) / auch nach der Menopause
    Zahlreiche Patienten berichten vom Auftreten einer Hypothyreose nach einer Schwangerschaft. Erste Anzeichen sind schnelle Erschöpfung, Depressionen (Wochenbettdepressionen) oder wiederkehrende Übelkeit. Auch hier sind viele Ursachen möglich: Blutzuckerprobleme, Vererbung, Veränderung des Hormonhaushaltes oder des Immunsystems
  • Überbehandlung von Morbus Basedow oder Hashimoto mit radioaktivem Jod
    Mit einer Radioiodtherapie (RIT) wird oft ein Morbus Basedow behandelt um diesen zu stabilisieren, kann auch als Therapie nach operativen SD-Eingriffen oder zur Behandlung einer Hashimoto-Thyreoditis eingesetzt werden. Das Ergebnis ist die Zerstörung der Schilddrüse. Bei einigen Patienten tritt die Unterfunktion zeitnah ein, bei anderen dauert es etwas länger. Auch Bestrahlungen bei der Behandlung von Morbus Hodgkin können einen Hypothyreose auslösen.
  • Bromismus
    Bromide sind organische Verbindungen, die hochkonzentriert in Meeresfrüchten vorkommen. Diese verdrängen Jod (genau wie Fluoride), was wiederum zur Hypothyreose führen kann.
    Viele kommerziell hergestellter Lebensmittel enthalten ebenfalls Bromide (z.B. Brote, Pflanzenöle, Limonaden) ebenso Pestizide, einige Kunstsoffarten, Haartönungen, Teppiche, Matratzen usw.
  • Iodinsuffizienz
    Die Atome der Schilddrüse setzen sich aus Jod zusammen. Eine Jodinsuffizienz entsteht also durch Zerstörung (Bromide oder andere Giftstoffe) oder Unterversorgung (Jodmangelböden in bestimmten geographischen Regionen), Jodmangel
  • Selenmangel
    In vielen Erdteilen ist der Boden Selenarm. Bei der Umwandlung des Speicherhormons T4 in das aktieve Hormon T3 spielt Selen eine Schlüsselrolle. Ohne eine ausreichende Versorgung kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion
  • Operative SD-Entfernung
    Die Entfernung der SD wird oft durch eine Hyperthyhreose oder bei Schilddrüsenkrebs erforderlich. Danach besteht ein Mangel an SD-Hormonen – somit eine Unterfunktion
  • Versagen der Hirnangangdrüse / Kopf- oder Halsverletzungen
    Sofern die Hirnanhangdrüse kein TSH mehr produziert kann es zur Hypothyreose kommen (auch sekundäre Hypothyreose genannt), ebenso durch eine traumatische Kopfverletzung oder eine Erkrankung. Auch die eingeschränkte Funktion des Hypothalamus kann zur Unterfunktion führen, da dieser die Hirnanhangdrüse beeinflusst.
  • Zelluläre Schilddrüsenhormonresistenz
    sehr seltenes Krankheitsbild! Hier sind die Körperzellen und das Gewebe resistent gegenüber Schilddrüsenhormonen.
  • Medikamente
    Lithium, welches bei der Behandlung psychischer Erkrankungen wie z.B. manischen Depressionen eingesetzt wird, kann, da es die Synthese der Schilddrüsenhormone hemmt, zur Unterfunktion der Schilddrüse führen. Auch Medikamente gegen Epilepsie, sowie z.B. Amiodaron (welches bei Herzrhytmusstörungen eingesetzt wird) sowie Nitroprussid, Perchlorate und Sulfonylharnstoffe können zur SD-Unterfunktion führen
  • Zu starker Verzehr von Goitrogenen in Nahrungsmitteln (wie z.B. Soja)
    Bei Verzehr großer Mengen solcher Lebensmittel, die dauerhaft zu sich genommen werden, kann die Kropfbildung sowie die Hypothyreose gefördert werden. Meist ist es jedoch nur bedenklich, wenn diese Nahrungsmittel roh verzehrt werden, da durch das Kochen die goitrogene (kropfbildende) Potenz minimiert oder gar eliminiert werden kann.
    Zu diesen Nahrungsmitteln gehören:
    Gemüsesorten der Kreuzblütengewächse wie Blumenkohl, Rosenkohl, sonstige Kohlarten, dunkelblättrige Gemüse wie Grünkohl sowie Wurzelgemüse (z.B. Rüben, Radisschen und Kohlrüben). Bei übermäßigem Verzehr von Sojaprodukten kann dies zu einem Problem werden.
    Diese Lebensmittel müssen nicht komplett gemieden, aber sollten in Maßen verzehrt werden.
  • Östrogendominanz
    Ein Östrogenüberschuss bei gleichzeitig niedrigem Progesteronspiegel kann dazu führen, dass die Schildrüsenhormone sich nur noch ansammeln, aber nicht mehr genutzt werden.
  • Candida
    Diese Hefeart kommt ganz normal im Verdauungstrakt vor. Es kann jedoch durch Antibiotika, Steroide, stark zuckerhaltige Ernährung, Antibabypille, Schwangerschaften, Diabetes und andere Ursachen zu Wucherungen kommen. In dem Fall greift das Immunsystem die Candida an. Die dadurch freigesetzten Stoffe scheinend die Schilddrüsenhormone in ihrer Funktion zu beeinträchtigen.
  • Alter
    Die SD-Unterfunktion ist eine der wenigen Erkrankungen, die als Begleiterscheinung des Alters diagnostiziert und weit verbreitet ist.
  • Fluoride, Quecksilber und Umweltgifte
    Inzwischen besteht der Verdacht, dass die weite Verbreitung von Fluoriden in Trinkwasser und Nahrungsmitteln eine nicht unwesentliche Rolle bei der Ausbreitung der Hypothyreose gespielt hat, da Fluoride die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können. Ebenso kann Quecksilber – insbesondere im Amalgam bei sensiblen Personen zur SD-Unterfunktion führen.
  • Rauchen
    Auch die Giftstoffe im Zigarettenrauch können medizinischen Berichten zufolge die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und zu einer Hypothyreose führen. Rauchen verschlechtert eine bestehende Schilddrüsenerkrankung
  • Hepatitis C
    Durch die Schädigung der Leber bei einer viral übertragenen Erkrankung besteht ein erhöhtes Risiko  zur Entwicklung einer Hypothyreose.
  • Down-Syndrom
    Neben Herzproblemen besteht auch oft eine Hypothyreose in Verbindung mit dem Down-Syndrom.
  • Autismus
    Bei dieser Erkrankung steht noch nicht fest, ob der Autismus die Ursache oder die Folge der Hypothyreose ist. Fest steht, dass häufig beide Erkrankungen zusammen auftreten.
  • … weitere Ursachen wie:
    • zeitweise stressbedingt hoher Cortisolwert
    • genetische Disposition
    • Tonsillektomie
    • Anhäufung von Eisen in der Schilddrüse
    • Umwandlungsprobleme von T3 in T4
    • Angeborene Hypothyreose (Kretinismus)
    • Asthma und der Gebrauch von Inhalatoren / Expektoranzien
    • Vielfach ungesättigte Fette hemmen das Freisetzen und den Transport von SD-Hormonen
    • Übermäßiges Zystein
    • Nähe zu kerntechnischen Anlagen

Hashimoto-Warnzeichen bei Frauen:

Wenn junge Frauen mit Kinderwunsch nicht schwanger werden, sollte an Hashimoto gedacht werden. Hashimoto führt zu Unfruchtbarkeit. Dann sind die TSH-Werte zu hoch, wodurch es unmöglich ist, schwanger zu werden.

Weitere Warnzeichen bei Frauen sind

  • Störungen der Menstruation
  • tiefe, raue Stimme
  • stumpfe Haare und Haarausfall
  • ein gestörter Fettstoffwechsel
  • Fettleibigkeit
  • Gefäßveränderungen
  • Hitzewallungen
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit

Hashimoto-Warnzeichen bei Männern:

  • Gestörter Fettstoffwechsel
  • Fettleibigkeit und Gefäßveränderungen
  • tiefe, raue Stimme

Die Hashimoto-Thyreoditis verursacht allerdings nicht nur Probleme in der Schilddrüse, es kann zu Symptomen kommen, die den gesamten Körper betreffen:

(Mögliche) Symptome einer Hashimoto-Thyreoditis

  • Lokalsymptome:
    Missempfindungen im Hals, Heiserkeit, Halsschmerzen, Kloßgefühl im Hals, Druckgefühl im Hals, ziehende Schmerzen, lokale Hautrötungen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Gesicht, Wassereinlagerungen vor allem an den Augenlidern und im Gesicht
  • Haut und Haare:
    Lidödeme, trockene Haut, Juckreiz, gelbliche Färbung der Haut, brüchige Fingernägel, Neigung zu blauen Flecken, strohige Haare, Haarausfall
  • Herz-Kreislauf-System: 
    Herzrasen, Schwindel, diastolischer Bluthochdruck, langsamer Puls, schwere Atmung
  • Energie- und Fettstoffwechsel:
    Gewichtszunahme (selten auch Gewichtsabnahme), Kältegefühl, schnelles Frieren, Erschöpfung, Schwäche, Lethargie, niedrige Körpertemperatur
  • Muskeln- und Gelenke:
    Muskelschwäche, Muskelverspannungen (Muskelhärten), Gelenkschmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Nackenschmerzen,
  • Psyche:
    Weinerlichkeit (selten Reizbarkeit), Depressivität, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Nervosität, Panikattacken, Stimmungsschwankungen
  • Sexualhormone:
    PMS, Brustspannen, Zyklusstörungen, ungewollte Kinderlosigkeit, sexuelle Unlust
  • Verdauungsapparat:
    Verstopfung, Durchfälle und Verdauungsstörungen
  • Hashimoto-Enzephalopathie
    „Im Zusammenhang mit einer Hashimoto-Thyreoiditis kann sich eine Erkrankung des Gehirns entwickeln. Diese Hashimoto-Enzephalopathie führt zu vielfältigen neurologischen und psychiatrischen Symptomen wie kognitiven Defiziten, Verwirrtheitszuständen, Psychosen, vorübergehender Schläfrigkeit bis hin zu Koma, epileptischen Anfällen und Bewegungsstörung (Ataxie).“

http://www.netdoktor.de/krankheiten/schilddruesenentzuendung/hashimoto-thyreoiditis/

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt meist als Zufallsdiagnose in frühen Krankheitsstadien oder bei fortgeschrittener Erkrankung durch gezielte Untersuchung, weil Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (Kälteintoleranz, Abgeschlagenheit, langsamer Puls, leichte Gewichtszunahme, trockene Haut etc.) oder einer initialen Schilddrüsenüberfunktion (Wärmeintoleranz, Unruhe etc.) Anlass dazu gegeben haben.

Sonographie: Eine echoarme Schilddrüse, die entweder diffus vergrößert / verkleinert / mit vielen kleinen Infiltraten versehen ist, ist mit einer Sensitivität von 95% beweisend für das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis (auch ohne den Nachweis von Auto-Antikörpern).

Blutuntersuchung: obligatorisch

  • TSH
    Nur morgens entnehmen wegen zirkadianer Schwankungen. Ist ausreichend zur Bestimmung einer Funktionsstörung der Schilddrüse. Sehr verwirrend für Patienten sind die je nach Quelle variierenden Grenzwerte für den bTSH-Wert. Danach richten sich die Empfehlungen für eine L-Thyroxinsubstitution. Eine Substitution mit L-Thyroxin bis zu einem bTSH von 4.0 – 6.0 mU/l ist optional (nach Prof. R. Gärtner, endokrinologische Abteilung LMU, München). Ausnahme bilden Personen mit ausgeprägten Symptomen, Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere, Menschen über 65 Jahre und Patienten mit Fettstoffwechselstörungen. Hier sollte man einen bTSH unter 4.0 mU/l anstreben.
  • Antikörper – TPO-Antikörper (= TPO-AK) in 95% erhöht – TG-Antikörper (= TG-Ak = TAK) in 70% erhöht
    Manchmal sind die Antikörper zu Beginn negativ und zeigen sich erst im weiteren Verlauf der Erkrankung – die Diagnose wird dann anhand der Sonographie gestellt; die Antikörper-Konzentrationen schwanken im Krankheitsverlauf stark in Abhängigkeit von der Aktivität des Immunsystems. Eine Kontrolle der Antikörper ist nur ein Mal pro Jahr notwendig, um über die Verordnung von Selen zu entscheiden. Ansonsten lassen die Antikörper keine Rückschlüsse über das Stadium und den Verlauf der Erkrankung zu. – TRAK-Antikörper (= TSH-AK) sind wichtige Hinweise für Morbus Basedow und werden nur bei initialer Überfunktion bestimmt.
  • fT4 und fT3
    Die freien Schilddrüsenhormone werden initial bestimmt zur Unterscheidung einer manifesten oder subklinischen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse. Nur bei einer Überfunktion oder bei Unterfunktion der Schilddrüse in der Schwangerschaft werden die Schilddrüsenhormone regelmäßig bestimmt. Wenn bei der Unterfunktion der bTSH-Wert in Ordnung ist, müssen fT3 und fT4 nicht fortlaufend bestimmt werden.
  • Eisen (Hb, Ferritin), Vitamin D und Vitamin B12, Zink, Selen
    Diese Werte sollten zu Beginn kontrolliert und bei Mangel substituiert werden. Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind wichtig für die Vitamin-B12-Aufnahme und den Knochenmarkstoffwechsel. Wenn die Schilddrüsenhormone reduziert sind und zusätzlich durch Verminderung der Parietalzellen im Magen bei perniziöser Anämie oder bei Schädigung der Darmschleimhaut durch Zöliakie, werden auch weniger Vitamin B12 und Eisen aufgenommen. Bei einem Ferritin-Wert (zeigt Eisenspeicher in Leber und Knochenmark) von weniger als 20 μg/l kann Jod nicht in die Schilddrüse eingebaut werden und damit werden noch weniger Hormone produziert.

Kleines Blutbild optional

  • OGTT (Glukose-Toleranz-Test)
    Sollte bestimmt werden bei Heißhunger-Attacken und anfallsweiser Zittrigkeit. Eine Insulinresistenz kann damit nachgewiesen werden, die nicht selten bei Hashimoto-Thyreoiditis mit PCO-Syndrom und frustranem Kinderwunsch auftritt.
  • Calcitonin und Thyreoglobulin
    Werden nur bei Knoten in der Schilddrüse als Tumormarker bestimmt.

Die Schilddrüsen-Szintigraphie ist, außer in Fällen mit sonographisch nachweisbaren Knoten, diagnostisch nicht weiter hilfreich. Die Feinnadel-Punktion ist beweisend für den Nachweis einer lymphozytären Thyreoiditis. Seit der Anwendung hochauflösender Sonographien ist sie aber nicht notwendig.“
http://www.praxis-breitenberger.de/medizinische-beratung/hashimoto-thyreoiditis/3/

Die schlecht eingestellte Schilddrüse

– anhaltende (mögliche) Symptome während einer ausschließlichen T4-Substitution –

  • geringere Kondition als andere
  • geringere Energie als andere
  • starke Erschöpfung
  • lange Erholungsphasen nach Aktivitäten
  • schlechte Reaktion auf Sport
  • häufiges Schlafbedürfnis
  • Unfähigkeit, Kinder lange auf dem Arm zu tragen
  • Chronische leichte Depressionen (möglicherweise Bedarf an Antidepressiva)
  • Suizidgedanken
  • Kältegefühl
  • Kalte Hände, Füße
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Bedarf an Statin
  • Kolitis
  • Reizdarmsyndrom
  • Verstopfung
  • Harter, kleinteiliger Stuhl
  • Blasenschmerzen
  • Keine oder dünne Augenbrauen
  • Trockenes Haar
  • Trockene Haut / schlechtes Hautbild
  • Rissige Fersen
  • Rillige Fingernägel / brüchige Fingernägel
  • Haarausfall
  • Neuer, weißer Haarwuchs
  • Haare brechen schneller ab, als sie wachsen
  • Sekundenschlaf
  • Schlafbedürfnis am Nachmittag
  • Schlafapnoe
  • Atemnot
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Vergesslichkeit, benebeltes Denken
  • Übergewicht
  • Schlecht verlieren können
  • Beziehungsprobleme
  • Fehlende Libido
  • Launenhaftigkeit, mürrischer Habitus
  • PMS (prämenstruelles Syndrom)
  • Starke Regelblutung
  • Fehlende Ovulation und/oder ständige Blutung
  • Probleme schwanger zu werden
  • Schwellungen
  • Schmerzende Knochen/Muskeln
  • Osteoporose
  • Nesselsucht
  • Erschöpfung jeder Art – psychisch, mental, physisch, emotional
  • Zunehmend langsamere Bewegungen
  • Unlesbare Handschrift
  • Jucken im Innenohr / Innenohrprobleme
  • Angst
  • Ohrgeräusche
  • Unfähigkeit, morgens etwas zu essen
  • Gelenkschmerzen
  • Karpaltunnel-Syndrom
  • Appetitlosigkeit
  • Herzbedingte Ödeme
  • Herzrasen
  • Geschwollene Beine, dadurch eingeschränktes Gehvermögen
  • Krampfadern
  • Geringe Körpertemperatur
  • Engegefühl im Hals, Halsschmerzen
  • Geschwollene Lymphdrüsen
  • Überreaktion auf Erkältungsmittel
  • Allergien (können auch mit adrenaler Erschöpfung zusammenhängen)
  • Kaltes Gesäß
  • Dysphatische Nervenschäden / Unfähigkeit Flüssigkeiten zu schlucken
  • Pneumonie
  • Leichte Übelkeit
  • Unfähigkeit, ganztags zu arbeiten
  • Überaktives, vegetatives Nervensystem (Dysautonomie)
  • Sich verschlechterndes PTSD (posttraumatisches Stresssyndrom)

Für die Schilddrüse – gegen den Starrsinn STOP the Thyroid Madness! – Janie A. Bowthrope, M.Ed.

Zusammenhang zwischen der Hashimoto Thyreoditis und einem kranken Darm

Inzwischen ist der Zusammenhang zwischen einer Hashimoto Thyreoditis und einem Darm, der ein Problem hat, nicht mehr von der Hand zu weisen.

Die Entzündungen, die oft schon vor Ausbruch des Hashimoto im Darm vorhanden sind, feuern die Entzündung in der Schilddrüse noch zusätzlich weiter an. Oft liegt gleichzeitig auch noch ein Leaky Gut Syndrom vor, das heißt, die Darmbarriere ist nicht mehr dicht und somit gelangen Mikronährstoffe, die eigentlich IM Darm bleiben sollten in den Körper. Da diese dort nicht hingehören, betrachtet der Körper die Nährstoffe als Eindringlinge und fängt an sie zu bekämpfen. So entwickeln sich weitere Fehlabläufe im Körper, die zu weiteren Symptomen und Problemen führen.

Bei einer Hashimoto Thyreoditis empfiehlt es sich also IMMER, auch einen Blick auf die Funktionalität und Gesundheit des Darms zu werfen. Hier können vielfältige Probleme auftreten, die auch die Hashimoto Thyroditis noch weiter verschlimmern können.

Gern berate ich sie bezüglich der Diagnose, Ihrer Symptomatik und natürlich auch einer entsprechenden homöopathischen bzw. naturheilkundlichen Behandlung!

Bitte wenden Sie sich gern unverbindlich an mich.

Telefon: 030 – 81 03 49 89

Weitere Quellen:
http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/SOJA.HTM (seriös?), http://www.praxis-breitenberger.de, http://www.euleev.de/images/EULEN-SPIEGEL/2008/2008-4_i_web_EULE.pdfaysx