Ernährung bei Hashimoto

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Ernährung bei einer Hashimoto Thyreoditis

  • keine leeren Kohlenhydrate
  • Goitrogene Substanzen
    „Als goitrogene Substanzen werden Stoffe bezeichnet, die den Iodstoffwechsel beeinträchtigen und so die Bildung eines Kropfes (engl.: goiter) fördern. Hierzu zählen Pflanzen, die Thioglykoside oder zyanogene Glykoside enthalten. Thioglykoside in Kohl, Senf, Radieschen oder Meerrettich hemmen die Bindung von Iod an die Aminosäure Tyrosin und verhindern so die Bildung der Schilddrüsenhormone.
    Zyanogene Glykoside beispielsweise aus Bittermandeln, Hirse, Leinsamen und Bambussprossen zerfallen bei der Verdauung zu Zyanid (Blausäure), welches die Iodaufnahme in die Schilddrüse vermindert. Derartige Nahrungsmittel sollten nach Möglichkeit nicht roh bzw. in hohen Mengen verzehrt werden.“
    http://www.fet-ev.eu/ernaehrungsmedizin/161-ernaehrungstherapie-hypothyreose
  • kein Jod!!!
    Jod spielt bei den Entzündungsprozessen, die in der Schilddrüse ablaufen eine große Rolle und heizt diesen Prozess, der letztlich zur Zerstörung der Schilddrüse führt noch weiter an.
    Es wird daher empfohlen, auf jodhaltige Lebensmittel wie auch auf Salben (z.B. Betaisodona etc.) vollständig zu verzichten.
    Die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen enthalten in der Regel so viel Jod, dass eine Unterversorgung nahezu ausgeschlossen werden kann
    (ausgenommen bei akutem Jodmangel – bei Verdacht auf Jodmangel diesen Wert über eine Blutabnahme prüfen)
  • kein Gluten
  • keine Sojaprodukte
    Laut einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung aus dem Jahre 2007 zeigen toxikologische Untersuchungen, dass Sojaisoflavone die Funktion der Schilddrüse beinträchtigen können, wenn sie in isolierter oder angereicherter Form und in hohen Dosen verabreicht werden. Diese Nebenwirkung der Isoflavongabe ist noch unzureichend untersucht.Die Sojabohne liefert die Isoflavone Genistein, Daidzein und Glycitein – etwa im Verhältnis 10:8:1. Ganze Sojabohnen und nicht fermentierte Soja-Nahrungsmittel enthalten die Isoflavone hauptsächlich als Zuckerkonjugate in der Glykosidform. Die glykosidierten Isoflavone sind weniger aktiv als die freien Isoflavone (Aglykone). Je nach Verarbeitung kann sich das Verhältnis freier zu glykosidierter Formen verändern. So enthalten fermentierte Soja-Nahrungsmittel (z.B. Tempeh) einen höheren Anteil an Isoflavonaglykonen als nicht fermentierte, wie z.B. Tofu.Genistein und Daidzein hemmten in vitro bei Konzentrationen von 1-10 µmol/ l die Aktivität des Enzyms Schilddrüsenperoxidase. Diese ist für die Synthese von Schilddrüsenhormonen unverzichtbar. Die Hemmung ist in Anwesenheit von Iod reversibel. Inwieweit diese Beobachtungen physiologische Relevanz besitzen, ist nicht klar. Isoflavone hemmen die Sulfotransferaseenzyme, die an der Inaktivierung und Elimination der Schilddrüsenhormone und der lokalen Wiedergewinnung von Iod in der menschlichen Schilddrüse beteiligt sind.Ein dritter Angriffspunkt der Isoflavone in der Schilddrüsenhormonachse ist das Transthyretin (früher: Thyroxin-bindendes Präalbumin). Dieses bindet im Serum bis zu 20% des T4 und ist so an der Verteilung des Hormons im Körper beteiligt bzw. verhindert dessen Ausscheidung über die Nieren. Zudem ist es das wichtigste schilddrüsenhormonbindende Transporteiweiß in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF). Genistein und verwandte Isoflavone sind im Serum und in der CSF hoch wirksame Hemmer der T4- und T3-Bindung an Transthyretin und verändern die Verteilung der Schilddrüsenhormone im Körper.Obwohl sich das Potenzial der kropfbildenden Wirkungen von Sojaisoflavonen auf die Schilddrüse nicht einschätzen lässt, haben Frauen mit zunehmendem Alter ein erhöhtes Risiko eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion auszubilden. Aufgrund der gegenwärtigen Datenlage kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass sich dieses Risiko durch Aufnahme von Sojaisoflavonpräparaten erhöht.Auf eine sojareiche Ernährung sollte also aus Sicherheitsgründen bei bekannter Hypothyreose verzichtet werden.
    http://www.fet-ev.eu/ernaehrungsmedizin/161-ernaehrungstherapie-hypothyreose
  • möglichst Vegane Ernährung
    Bei der Veganen Ernährung werden wenig leere Kalorien aufgenommen, dafür viele Nährstoffe mit hoher Nährstoffdichte (erwiesen ist, dass die Patienten mit dieser Ernährungsform deutlich leichter ihr Gewicht kontrollieren bzw. sogar an Gewicht verlieren können)Wichtig: Verzicht auf radikale Diäten (aufgrund des sensiblen Hormonhaushaltes, der sonst noch weiter aus den Fugen geraten kann)
  • Wenn schon nicht vegan, dann weniger Fleisch, weniger Wurst essen (gilt auch für Rheumatiker!)
    In Fleisch- und Wurstwaren ist Arachidonsäure enthalten, die Entzündungsfördernd wirkt und die schon auf Hochtouren laufenden Entzündungsprozesse im Körper (beim Hashimoto speziell in der Schilddrüse) noch anfacht.
    Normale fleischreiche Kost enthält häufig zwischen 200 und 400 mg Arachidonsäure täglich. Bei Rheuma wird empfohlen, nicht mehr als 50mg pro Tag zu sich zu nehmen.
    Beim Hashimoto empfiehlt es sich, Arachidonsäure möglichst ganz zu umgehen.
  • Selen:
    Als Baustein eines Enzyms, spielt Selen eine bedeutende Rolle bei der Herstellung bestimmter Schilddrüsenhormone. Selen hat somit bei der Behandlung der Hashimoto Thyreoiditis positive Effekte. Eine zusätzliche Einnahme von Selen verbessert die Regeneration und das allgemeine Wohlbefinden maßgeblich. (Selenstatus prüfen lassen, bevor substituiert wird und von einem guten Therapeuten beraten lassen, da hier einige weitere Punkte zu beachten sind!)
  • Zink:
    Eine weitere Studie hat ergeben, dass Männer und Frauen mit einer Schilddrüsenentzündung niedrige Zinkkonzentrationen im Blutserum aufweisen. Bei der Hashimoto Thyreoiditis kann eine zusätzliche Gabe von Zink sinnvoll sein, da es die Infektanfälligkeit vermindert. (bei der Einnahme von Zink ebenfalls von einem Therapeuten beraten lassen, da auch hier weitere Zusammenhänge beachtet werden müssen)
  • Vitamin B2, C, E:
    Bei Patienten mit Hashimoto konnte eine vermehrte Bildung freier Radikale nachgewiesen werden. Diese aktivieren den Immunprozess in der Schilddrüse bei der Hashimoto Thyreoiditis. Aus diesem Grund sollte stets auf eine gute antioxidative Kapazität, vor allem auf eine ausreichende Konzentration der Vitamine B2, C, E geachtet werden.
  • Vitamin B12 (Methylcobalamin!)
    bei Veganer Ernährung beachten (z.B. bei Glutenunverträglichkeit und Hashimoto Thyreoitis)
  • Omega-3-Fettsäuren:
    Weitere wichtige Vitalstoffe sind die Omega-3-Fettsäuren und die sekundären Pflanzenstoffe. Sie wirken sich äußerst positiv auf Autoimmunerkrankungen aus und hemmen die Entzündungen. (Omega-3-Fettsäuren werden vom Verdauungssystem besser aufgenommen, wenn sie in Form eines Saftes und nicht in Kapseln eingenommen werden)
    Hochwertige Fette beeinflussen die Zellneubildung