Dysbiose

Wenn der Darm ein Problem hat

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Es gibt vielfältige Probleme, die mit einem kranken Darm im Zusammenhang stehen. Eine Dysbiose (Dysbakterie) steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Krankheit.

Wie entsteht eine Dysbiose?

Jedes Lebewesen braucht eine bestimmte Umgebung zum Wachsen und Gedeihen. Sicher haben Sie auch im Zusammenhang mit dem Darm schon von „guten“ und „schlechten“ Bakterien gehört.

So wie ein Pilz einen feuchten Boden braucht und ein Fisch in der Wüste nicht leben kann, so brauchen auch Bakterien eine bestimmte Umgebung um sich zu vermehren und sich wohl zu fühlen. Manche Bakterien brauchen einen hohen PH-Wert, andere einen eher einen niedrigen, manche brauchen Sauerstoff um sich zu vermehren, andere sterben in sauerstoffreicher Umgebung ab.

Bei einer Dysbakterie sterben also die „guten, nützlichen“ Bakterien nach und nach ab – je mehr sich das Milieu im Darm zu ihren Ungunsten verändert. Das schafft um so mehr Platz für die „schlechten“ Darmbakterien, die sich nun um so schneller vermehren können.

Je weiter sich dieses ins wanken geratene Gleichgewicht zwischen den Bakterien nun verschiebt, umso mehr Beschwerden bekommt der Patient.

Durch die Verschiebung kann es außerdem dazu kommen, dass die Darmschleimhaut durchlässig wird – es entsteht ein Leaky Gut Syndrom. Durch den nun durchlässigen Darm kommt es dazu, dass schädliche oder nur ungenügend Verdaute Teilchen aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen und sich in Geweben und Organen ablagern können. Im Grunde kommt es somit zu einer chronischen Vergiftung des Systems. Dieses zieht natürlich weitere Beschwerden, Symptome und Erkrankungen nach sich.

  • Allergien
  • chronische Entzündungen
  • Nahrungsunverträglichkeiten

Das Ganze ist mitunter ein sehr schleichender Prozess und oft kann der Beginn der Beschwerden garnicht wirklich erfasst bzw. benannt werden.

Auslöser für eine Dysbiose:

  • Antibiotika

Antibiotika haben die Aufgabe Bakterien abzutöten. Leider sortiert ein Antibiotikum vor der Arbeit nicht in gute und böse Bakterien. Somit tötet es alle Bakterien ab, die ihm begegnen. Das hinterlässt natürlich Schäden im Darm.

Sollten Sie also Beschwerden haben und schon viele Antibiotika genommen haben, kann eine Untersuchung des Darms sinnvoll und hilfreich sein.

Weitere Auslöser können sein:

  • Antibabypille oder andere Hormonpräparate
  • Fluoride und Chlor (z.B. im Leitungswasser oder in der Zahncreme)
  • chronischer Stress
  • vitalstoffarme Ernährung
  • Zucker- und fettreiche Ernährung
  • zuviel Weißmehlprodukte
  • Mineralstoffmangel
  • künstiliche Lebensmittelzusatzstoffe
  • Pestizidrückstände in der Nahrung

Folgen einer Dysbiose können sein:

  • allgemeines Unwohlsein
  • Allergien (Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Durchfälle)
  • Morbus Crohn
  • Collitis Ulzerosa
  • Divertikulose
  • Gärungsdyspepsie
  • Leaky Gut Syndrom
  • Migräne
  • chronische Schmerzen bis hin zu rheumatischen Erkrankungen
  • Schwächung des Immunsystems (Infektianfälligkeiten) bis hin zu Autoimmunerkrankungen
  • chronische Müdigkeit und Konzentrationsschwäche

Therapiekonzept:

  • als erstes sollte geklärt werden, welche Störungen im Darm vorliegen (Stuhldiagnostik durch ein Fachlabor)
  • Anpassung der Lebensgewohnheiten und Ernährung in Bezug auf die Erkrankung
  • homöopathische Begleitung mit dem individuellen, auf Ihre Symtpome passenden homöopathischen Arzneimittel
  • Empfehlung von Kräutern, Gewürzen oder Tees
  • Empfehlung von Probiotika, Präbiotika, ausgewählten naturheilkundlichen Arzneimitteln, abgestimmt auf die Diagnose

Sofern also eine dieser Erkrankungen bei Ihnen vorliegt oder der Verdacht auf eine Dysbiose besteht, rufen Sie mich gern unverbindlich an. Telefon: 030 – 81 03 49 89