Arzneimittelprüfung

Was versteht man unter der homöopathischen Arzneimittelprüfung?


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Dieser Begriff hat in der Homöopathie zwei verschiedene Bedeutungen.

1. geht es darum, wie ein völlig gesunder Mensch auf die Einnahme eines ihm unbekannten Mittels mit all seinen Symptomen, Zeichen und Gemütsveränderungen reagiert.

Bei einer wissenschaftlichen, homöopathischen Arzneimittelprüfung nehmen gesunde Menschen das zu prüfende Mittel in der jeweiligen Potenz ein, ohne zu wissen, welches homöopathische Arzneimittel eingenommen wird.
Eine Gruppe von Probanden erhält dabei Placebos, um eine Kontrollgruppe zu haben, (sogennante Doppelblindversuche).
Der Prüfungsleiter sollte keine Kenntnis davon haben, welches homöopathische Arzneimittel geprüft wird.

Optimalerweise überwachen Supervisoren die Arzneimittelprüfungen, ohne selbst ein Mittel einzunehmen. Sie sind dafür verantwortlich, die Probanden vor, während und nach der Arzneimittelprüfung genauestens zu befragen (ähnlich wie bei einer homöopathischen Anamnese) um genau festzuhalten, welche Symptome und Eigenheiten bereits vor der Arzneimittelprüfung bestanden haben und welche hinzu gekommen sind.

Eine weitere Aufgabe der Supervisoren besteht darin, aufzupassen, dass keine gesundheitlichen Grenzen überschritten werden und somit keine ernsthaften Gefahren für die Probanden entstehen.

Alle während der Prüfung entstandenen Symptome, objektiv feststellbaren Zeichen und Veränderungen am Probanden werden sorgfältigst notiert und später in so genannten Prüfungsprotokollen zusammengefasst und ausgewertet.

Symptome, die immer wieder bei den verschiedenen Prüfungen auftauchen, finden Eingang in die homöopathischen Arzneimittellehren und Repertorien.

Wie bei einer Behandlung auch, hängt es bei einer Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen, individuell von der jeweiligen Person, von der Stärke der Lebenskraft und von der Empfindlichkeit und Empfänglichkeit des Prüflings ab, wie schnell er auf das Arzneimittel reagiert.

Bei manchen Probanden erfolgt die Reaktion schon nach wenigen Tagen, bei anderen erst nach 1 oder zwei Wochen.

Weitere Informationen über moderne Prüfverfahren sind z.B. hier nachzulesen:

http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/160306092056_konsensusbroschuere2002.pdf

Ein gut geprüftes Arzneimittel ist immer mehrfach darauf „GEPRÜFT“, welche Symptome dieses Arzneimittel hervor bringen kann.

2. Die Homöopathie verwendet den Begriff Arzneimittelprüfung auch dann, wenn ein Patient das Mittel zu oft hintereinander eingenommen hat und/oder die Potenz nicht für den Patienten optimal passend gewählt war, so dass ein „Zuviel“ des jeweiligen Arzneimittels die Symptome hervorbringen kann.

Das heißt, der Patient entwickelt einige von den Symptomen, die genau zu denen des Arzneimittelbildes passen, die der Patient jedoch vorher ggf. nicht hatte bzw. die Symptome verschlechtern sich nach einer anfänglichen Besserung wieder.

 

„Manche Ansichten werden von der sog. Schulmedizin nicht geteilt. Informieren Sie sich daher kritisch zur Forschung, zur Wirksamkeit der Homöopathie und zur Frage der wissenschaftlichen Anerkennung.“